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Prignitzer Polizei in Aktion : Respekt vor dem Blitz-Marathon

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Viele Kraftfahrer waren gestern in der Prignitz besonders vorsichtig unterwegs, aber einige gaben trotz der Ankündigung Gas.

„Sehr viele Fahrer haben sich an die Höchstgeschwindigkeiten gehalten, nur wenige waren zu schnell unterwegs.“ Diese Bilanz zieht Dörte Röhrs von der Pressestelle der Polizeidirektion Nord gestern nach der ersten Etappe des 24-stündigen Blitz-Marathons. Damit erreiche die dritte derartige europaweite Aktion ihr Ziel, auf Geschwindigkeitsüberschreitungen als Hauptunfallursache hinzuweisen.

Auch in der Prignitz nehmen die meisten Fahrer die Höchstgeschwindigkeiten besonders ernst. Polizeioberkommissarin Bianca Kreger und Polizeihauptmeister Uwe Warner haben ihr Lasermessgerät in Perleberg an der L 10 in Höhe des Tierparks aufgestellt. Bei normalem Verkehr tut sich 90 Minuten nahezu nichts. In der Tempo-70-Zone wird als Höchstgeschwindigkeit 69 Kilometer pro Stunde gemessen. So oft die Oberkommissarin auch in 250 Meter Entfernung ein Auto anvisierte, der Messwert liegt meist nur knapp über Tempo 60.

„Ein Unfallschwerpunkt ist dieser Bereich nicht, aber wir kontrollieren an so vielen Orten wie möglich“, erläutert Kreger. „Und die Unfallschwerpunkte ändern sich.“

Weder kühles Wetter mit einigen Schneeflocken noch die „Erfolgslosigkeit“ lassen die Polizisten erlahmen. „Wir sind allwettertauglich“, versichert die Oberkommissarin. „Und das Fahrverhalten der Kraftfahrer ist doch so, wie wir uns das alle wünschen“, meint ihr Kollegen in der neonfarbenen Weste.

Stunden später hat Polizeihauptmeister Dieter Bockmann auf der B 195 zwischen Wittenberge und Wentdorf in einer 70er Zone mehr zu tun. In den ersten zehn Minuten fallen zwei Prignitzer mit Tempo 84 und 82 auf. Nach einer Pause wird ein Berliner Fensterputzer sogar mit 98 Kilometern pro Stunde geblitzt. Dann sind zwei Frauen etwa 80 km/h schnell. Nicht auf den Tacho gesehen oder die Geschwindigkeitsbegrenzung übersehen, die Begründungen für das überhöhte Tempo sind bei Einheimischen und Auswärtigen sehr ähnlich. Auch die Kreuze an der Straße, die an Unfalltote erinnern, beeinflussen ihren Fahrstil offenbar nicht.  

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erstellt am 20.Apr.2017 | 12:00 Uhr

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