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Wetter : Wolkenwirbel mit Auge

Das Zentrum eines Hurrikans nennt man auch Auge.
Das Zentrum eines Hurrikans nennt man auch Auge.

Ein schwerer Sturm zieht über den Inselstaat Bahamas. Ein Experte erklärt, wie ein Hurrikan entsteht.

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04. September 2019, 16:24 Uhr

Auf den ersten Blick sieht das richtig beeindruckend aus: ein riesiger Wolkenwirbel, fotografiert aus dem Weltall. Wenn man genau hinschaut, ist der Wirbel allerdings nicht mehr so toll. Denn es handelt sich um einen Wirbelsturm, einen sogenannten Hurrikan. Er trägt den Namen „Dorian“ und ist gestern über die Bahamas gezogen. Das ist ein Inselstaat im Atlantischen Ozean.

Wie entsteht ein solcher Sturm? Hurrikans entstehen meist im späten Sommer oder Herbst. „Das liegt daran, dass das Wasser dann besonders warm ist. Bis zu 27 Grad kann es werden“, erklärt Wetterexperte Christian Herold. Durch die Sonne verdunstet das Wasser und steigt in den Himmel. „Dort entstehen dann Gewitter, die immer größer werden und sich beginnen zu drehen, weil die Erde sich dreht“, sagt der Experte. Daraus entstehen dann Stürme.

Und wann spricht man von einem Hurrikan? „Das hängt von der Geschwindigkeit ab“, sagt Christian Herold. Ab Windgeschwindigkeiten von 120 Kilometern pro Stunde ist es ein Hurrikan. So schnell fahren die meisten Autos auf der Autobahn. Die Winde auf den Bahamas-Inseln erreichten sogar mehr als das Doppelte!

Warum ist ein Hurrikan so gefährlich? Zum einen, weil der Wind so stark ist, dass er Dächer von Häusern weht. Das ist aber nicht das einzige Problem. Mit einem Hurrikan kommt auch sehr viel Regen. Außerdem drückt das Meer Wasser ans Land und es können sehr hohe Wellen entstehen.

Warum sieht der Hurrikan von oben aus wie ein Auge? Das Auge ist das Zentrum des Sturms. „Der Himmel ist dort sogar blau und es ist nahezu windstill,“ erklärt der Experte. Wer also im Auge steht, bekommt kurz vom Sturm nichts mit. Der Bereich ist umzingelt von einer Wand aus Wolken und Gewitter, die sich ganz schnell dreht.

Kann es so einen Sturm auch in Deutschland geben? Nein, sagt der Experte. „Sie entstehen weit weg von Deutschland und bis sie hier sind, haben sie an Kraft verloren.“ Oft bekommt man hier nichts davon mit, manchmal etwas Wind und Regen.

Autorin: Christina Storz, dpa

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