Schlabberlook : Mit Jogginghose in die Schule?

Peinlich oder hipp? Kann man „Jogge“ in der Öffentlichkeit tragen?
Peinlich oder hipp? Kann man „Jogge“ in der Öffentlichkeit tragen?

Bequem, schlabbrig, hip – oder einfach nur peinlich? Till und Anton diskutieren ein mögliches Verbot der Jogginghose an der Schule.

prignitzer.de von
25. Januar 2016, 16:24 Uhr

Bequem, schlabbrig, hip – oder einfach nur peinlich? Ob die Jogginghose ein trendiges Bekleidungsstück ist oder im Alltag nichts zu suchen hat, daran scheiden sich die Geister. So sorgte eine Schule in Baden-Württemberg vor Kurzem für Schlagzeilen: Hier soll die Schlabberhose komplett verboten werden. Andere feierten hingegen erst letzte Woche den „Tag der Jogginghose“. Till und Anton haben sich selbst Gedanken zum Thema gemacht und ein mögliches Verbot diskutiert.

Till sagt: Die Jogginghose wurde ursprünglich für Sportler entwickelt. Die Rapper- und Hip Hop-Szene hat die Hosen populär gemacht. Deshalb wollen auch Schüler Jogginghosen in der Schule tragen.

Dies macht allerdings keinen guten Eindruck auf andere Mitschüler und auf die Lehrer, da die Hose meistens für Gemütlichkeit, Lässigkeit und manchmal auch Liederlichkeit steht. Außerdem ist man in der Schule nicht zu Hause respektive in seiner Freizeit. Die Schule soll auf das Arbeitsleben vorbereiten. Wie wäre es, wenn man zu einem Bewerbungsgespräch in einer Jogginghose auftaucht? Zudem ist es meiner Meinung nach so, dass die Konzentration, die Aufmerksamkeit und die Lernfähigkeit beeinträchtigt wird, wenn man „Jogge“ trägt, weil man in einem zu entspannten Modus ist. Am wichtigsten finde ich, dass der Eindruck seines Gesamtbildes durch das Tragen einer Jogginghose minimiert wird. Man wirkt eher ungepflegt, unordentlich und oberflächlich.

Mein abschließendes Fazit ist deshalb, dass ich mich damit identifizieren kann, dass Jogginghosen mindestens an der Schule verboten werden sollten.

Till Zeiler, Klasse 10 b, Neumühler Schule Schwerin


Anton sagt: Viele, besonders die Lehrer einer Schule, meinen, dass Jogginghosen nicht in die Schule gehören, denn es erscheint dem Gegenüber respektlos. Einerseits haben die Lehrer damit recht, doch jeder hat das Recht, das tragen zu dürfen, was man möchte – egal ob Jeans oder Jogginghose. Außerdem wurde die Schlabberhose von vielen Rappern oder anderen Vorbildern getragen und damit populär gemacht.

Viele Schüler müssen sich in der Schule mit harten Stühlen zufrieden geben, also ziehen die Jugendlichen eine bequeme Jogginghose an, damit sie ein wenig mehr Komfort haben. Eine Jeans oder andere Hosen erfüllen nicht immer ihren Zweck. Eine Jogginghose hält an kalten Tagen warm und an heißen Tagen klebt die Hose nicht an den Beinen. Neben diesen Tatsachen muss man auch beachten, dass sich die Jugendlichen gerne individuell kleiden und ihren eigenen Stil haben, was auch nichts mit der Einstellung des Schülers zu seinem Gegenüber zu tun hat.

Ich bin also gegen ein Verbot von Jogginghosen in der Schule, denn es wäre ein tiefer Eingriff in die Privatsphäre und jeder sollte seine Individualität zeigen dürfen!

Anton Wilke, Klasse 10 b, Neumühler Schule Schwerin

Was ist eure Meinung zu einem Jogginghosenverbot in der Schule?

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