Dauerausstellung : Fürst Pückler ganz privat auf Schloss Branitz

Das Schloss (M) und Nebengebäude im Fürst-Pückler-Park bei Cottbus (Luftaufnahme mit einer Drohne).
Das Schloss (M) und Nebengebäude im Fürst-Pückler-Park bei Cottbus (Luftaufnahme mit einer Drohne).

Das Schloss Branitz und sein ehemaliger Hausherr, Fürst Pückler, sind schon lange Publikumsmagneten. Eine neue Dauerausstellung gibt nun erstmals Einblicke in das Leben des «Menschen».

prignitzer.de von
14. März 2019, 16:40 Uhr

Fürst Pückler ist als Weltenbummler, Gartenliebhaber und Namensgeber für eine Eisspezialität bekannt. Eine neue Dauerausstellung im Schloss Branitz in Cottbus gibt ab dem 25. Mai auch einen privaten Einblick in sein Leben. In der Schau «Fürst Pückler. Ein Europäer in Branitz» werden Stücke gezeigt, die etwas über seine Persönlichkeit und seine Vorfahren erzählen sollen.

In elf Zimmern werden Exponate über das Innenleben des Fürsten zu sehen sein, wie die Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz am Donnerstag mitteilte. Besucher können zum Beispiel erfahren, welche Gäste im Schloss verkehrten und welche Gerichte Pückler für sie auftischen ließ. Noch nie habe es eine so umfassende Ausstellung zu Pücklers Leben gegeben, sagte Simone Neuhäuser, die die Ausstellung inhaltlich betreut hat.

Erstmals seit Jahren können die Besucher wieder die fürstliche Silberkammer besichtigen. Die mit Wappen verzierte Tafeldekoration, chinesische Vasen und sächsisches Porzellan stehen für den Reichtum des Schlossherren. Mit der neuen Schau kommt auch Pücklers Schwiegervater, Karl August Fürst von Hardenberg (1750-1822), zurück ins Schloss: Ein von der Stiftung erworbenes Porträt von ihm soll in der ständigen Ausstellung im Billardzimmer hängen.

Überdies werden die drei Orienträume im Sommer wieder für Besucher zugänglich sein. Laut Stiftung waren die historischen Farben der Papiertapete mit Schwermetallen belastet, die Restaurierung der Räume dauerte deshalb länger als geplant.

Schloss Branitz war der Alterssitz von Hermann Fürst von Pückler-Muskau (1785-1871). Dort hat er auch seine letzte Ruhestätte in einer Erdpyramide in einem See gefunden. Im sächsischen Bad Muskau gibt es einen noch größeren Pückler-Park, der zum Unesco-Weltkulturerbe zählt. Er liegt zu großen Teilen auf polnischem Gebiet in der Grenzregion.

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