Urteil des Amtsgerichts Paderborn : Dogge und Co. in Wohnung: Vermieter müssen große Hunde dulden

Ein Hundebesitzer ging vor Gericht, weil sein Vermieter die Dogge nicht in der Wohnung erlauben wollte. Vor Gericht bekam der Mieter Recht.
Ein Hundebesitzer ging vor Gericht, weil sein Vermieter die Dogge nicht in der Wohnung erlauben wollte. Vor Gericht bekam der Mieter Recht.

Eigentümer verbieten oft bereits vor dem Einzug von Mietern Hunde.

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29. Juni 2020, 20:19 Uhr

Paderborn | Große Hunde sind nicht jedermanns Sache. Allerdings ist das lange kein Grund, die Haltung in einer Mietwohnung einfach zu verbieten. Denn dafür muss es triftige Gründe geben, wie ein Urteil des Amtsgerichts Paderborn zeigt (Az.: 51 C 112/19) über das die Zeitschrift "Das Grundeigentum" (Nr. 11/2020) des Eigentümerverbandes Haus & Grund Berlin berichtet.

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In dem verhandelten Fall hatte eine Mieterin eine Deutsche Dogge gekauft. Schon zuvor hatte ein solches Tier in der 118 Quadratmeter großen Wohnung gelebt. Die Mieterin verlangte nach dem Kauf des Tieres die Zustimmung ihres Vermieters. Der Hund sei zahm, gegen Gebäudebeschädigungen versichert, und es gebe keine Beschwerden der Mitbewohner. Die Vermieterin wollte die Zustimmung trotzdem nicht erteilen.

Beschädigungen nicht nachgewiesen

Vor Gericht hatte die Hundehalterin Erfolg: Die Vermieterin habe keinen triftigen Grund für die Ablehnung darlegen können. Es gebe tatsächlich keine Beschwerden über den Hund. Auch Beschädigungen seien nicht nachgewiesen. Auch ein Nachahmungseffekt, wie ihn die Vermieterin angeführt habe, sei nicht zu befürchten. Denn es müsse in jedem Einzelfall neu über die Erlaubnis entschieden werden.

Keine Frage der artgerechten Haltung

Auf die Frage, ob die Dogge in der Wohnung artgerecht gehalten werden kann, kommt es nach Ansicht des Gerichts für die rein mietrechtliche Erörterung nicht an.

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