Umstrittene Aktionen in deutschen Städten : Gegrillte Hunde in Fußgängerzonen sorgen für Entsetzen

Die Tierschützer haben schon mehrfach mit ihren Aktionen für Aufmerksamkeit gesorgt – so wie hier in Sydney.
Die Tierschützer haben schon mehrfach mit ihren Aktionen für Aufmerksamkeit gesorgt – so wie hier in Sydney.

"Wenn Sie keinen Hund essen würden, warum dann ein Schwein?", stand neben dem Grill geschrieben.

prignitzer.de von
12. Juni 2019, 19:35 Uhr

Erfurt | Mitten in einer deutschen Fußgängerzone steht ein Grill, darauf liegt ein Vierbeiner. Am Kopf ist noch das Fell zu sehen – und zu erkennen, dass es sich um einen Hund handelt. "Wenn Sie keinen Hund essen würden, warum dann ein Schwein?" steht auf einem Banner um den Grill.

Was da auf dem Rost liegt, ist kein tatsächlicher Hund – mit der Aktion wollen Aktivisten der Tierrechtsorganisation Peta gegen eine Ungleichbehandlung von Haus- und Nutztieren demonstrieren. Dazu wurde die Hunde-Attrappe unter anderem in den Fußgängerzonen von Erfurt, Jena und Halle präsentiert.

Peta wirbt für Gemüse anstelle von "Tierleichen"

"Es macht keinen Unterschied, ob das Fleisch auf unseren Tellern von einem Huhn, Rind oder Hund stammt – denn alle Tiere leiden gleich", wird Jens Vogt, Aktionskoordinator bei Peta, in der "Mitteldeutschen Zeitung" zitiert. "Mit unserer Aktion appellieren wir an das Mitgefühl der Menschen und möchten sie dazu animieren, anstelle der zerstückelten Teile einer Tierleiche lieber Gemüse oder Fleischalternativen auf den Grill zu legen."

Auf den ersten Blick war nicht zu erkennen, dass es sich bei dem Hund um eine Attrappe handelte.
Peta Deutschland
Auf den ersten Blick war nicht zu erkennen, dass es sich bei dem Hund um eine Attrappe handelte.

Vor Ort und in den Sozialen Medien reagierten die Menschen empört. "Ekelhaft. Ihr könnt diskutieren wie ihr wollt. Aber Katze und Hund geht gar nicht. Ich habe beides zuhause und könnte nicht mal daran denken das zu essen", schreibt ein Nutzer im Onlineportal "Thüringen24".

Wie Peta ankündigt, soll die Aktion auch in anderen Städten stattfinden – unter anderem beim Barbecue-Festival in Hamburg.

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