Anti-Handy-Kampagne in Indonesien : Kuscheln statt Surfen: Schüler bekommen Küken geschenkt

Die Schüler sollen sich um die flauschigen Küken kümmern.
Die Schüler sollen sich um die flauschigen Küken kümmern.

Durch eine ganz spezielle Maßnahme sollen Schüler in der indonesischen Großstadt Bandung ihre Handynutzung einschränken.

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22. November 2019, 21:11 Uhr

Jakarta | Küken statt Smartphone: In der indonesischen Großstadt Bandung verschenken die Behörden 2000 Küken an Schüler, um die Kinder von ihren Handys wegzubekommen. Bürgermeister Oded Danial gab nach Zeitungsberichten vom Freitag den Startschuss für die Kampagne, die unter dem Namen "Hühnerisierung" läuft. Die ersten kuschligen Tiere saßen bei der Übergabe in kleinen Käfigen, an denen ein Schild mit der Bitte "Pass gut auf mich auf" hing.

Kinder sollen Disziplin lernen

Der Bürgermeister sagte der Zeitung "Kompas" (Freitag), es gehe auch darum, den Kindern Verantwortungsgefühl zu vermitteln. "Unser Ziel ist nicht nur, die Kinder von den Handys wegzubekommen. Sie sollen auch lernen, Tiere zu lieben und Verantwortung zu übernehmen. "Die Schüler sollen die Küken morgens füttern, bevor sie in die Schule gehen, und abends wieder. "Sie werden Disziplin lernen", so der Bürgermeister.

Drei Stunden pro Tag im Internet

In Indonesien, dem bevölkerungsreichsten muslimischen Land der Welt, verbringen Schulkinder nach einer kürzlich veröffentlichten Studie im Durchschnitt jeden Tag drei Stunden im Internet. Zehn Prozent sind darin pro Tag sogar zehn Stunden unterwegs. Bandung auf der Insel Java hat etwa 2,5 Millionen Einwohner.

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