Rüsselheim am Main : "Fast erfroren": Spaziergänger finden schreiendes Baby im Gebüsch

Der kleine Junge wurde ins Krankenhaus gebracht, sein Zustand ist stabil.
Der kleine Junge wurde ins Krankenhaus gebracht, sein Zustand ist stabil.

Die Hilfe kam gerade noch rechtzeitig, sonst wäre der kleine Junge wohl erfroren. Die Polizei sucht nach den Eltern.

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18. Januar 2020, 14:40 Uhr

Rüsselheim | Nach dem Fund eines Neugeborenen in einem Gebüsch sucht die Polizei in Rüsselsheim nach den Eltern. Spaziergänger hatten den Säugling in einem Handtuch gewickelt in der Nähe eines kleinen Flusses entdeckt, nachdem sie Schreie gehört hatten. Das teilte die Polizei am Samstag mit. Die Passanten wählten am Freitagabend umgehend den Notruf.

"Viel, viel zu kalt"

Wäre das wenige Stunden alte Baby nicht entdeckt worden, wäre es bei den kalten Temperaturen in der Nacht "vermutlich erfroren", sagte ein Polizeisprecher. "Das wäre nicht lange gut gegangen, für so ein kleines Baby war es viel, viel zu kalt."

Polizei bittet Zeugen um Hilfe

Der kleine Junge kam ins Krankenhaus. Er sei wohlauf, sein Gesundheitszustand sei stabil. Da sich bis Samstag weder die Mutter noch andere Verwandte gemeldet hatten, geht die Polizei davon aus, dass das Kind ausgesetzt wurde. Lange könne es nicht im Gebüsch gelegen haben. Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

Im Laufe des Samstags erhielt die Polizei nur wenige Hinweise, von den Eltern fehlte weiter jede Spur. Es hätten sich aber mehrere Paare gemeldet, die das Kind sofort und liebend gern aufnehmen und großziehen würden, sagte der Sprecher. "Auch Windelspenden sind uns schon angeboten worden."

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