Bekannte Persönlichkeiten : Diese Prominenten sind im Jahr 2019 gestorben

Am 16. Februar starb der Schweizer Schauspieler Bruno Ganz.
Am 16. Februar starb der Schweizer Schauspieler Bruno Ganz.

Welche Musiker, Schauspieler und sonstigen Stars starben im Jahr 2019? An dieser Stelle finden Sie einen Überblick.

prignitzer.de von
17. Februar 2019, 15:15 Uhr

Hamburg | Bruno Ganz, Matti Nykänen, Rosamunde Pilcher oder auch Rudi Assauer – in diesem Jahr starben einige bekannte Persönlichkeiten:

Marco Heinsohn (17. Februar)

Marco Heinshohn, der Hallensprecher des Handball Sport Vereins Hamburg, starb am 17. Februar im Alter von 49 Jahren an Darmkrebs. Heinsohn wurde in Hamburg geboren und arbeitete als Moderator unter anderem für die Radiosender ffn und Radio Hamburg. Seit 1997 war er auch fürs Fernsehen tätig. Seit Mai 2010 stand er für "17:30 Sat.1 Regional für Niedersachsen und Hamburg" vor der Kamera. Einer breiten Öffentlichkeit wurde er als Boris-Becker-Imitator bekannt.

Marco Heinsohn
imago/Dreisicht
Marco Heinsohn


Bruno Ganz (16. Februar)

Am 16. Februar starb im Alter von 77 Jahren der Schweizer Schauspieler Bruno Ganz in Zürich. Ganz war auf der Bühne und im Film einer der Großen seines Fachs. Von der Kritik in höchsten Tönen gelobt und nach seinen eigenen Worten ein Einschnitt in seinem künstlerischen Wirken war seine Verkörperung des Diktators Adolf Hitler in "Der Untergang" (2004). 2017 spielte Ganz in "Der Trafikant" den Psychoanalytiker Sigmund Freud.

Die von Ganz mitbegründete Berliner Schaubühne wurde in den 1970er Jahren zum Dreh- und Angelpunkt des europäischen Theaterlebens. Dort spielte Ganz unter anderem die Titelrolle in Ibsens "Peer Gynt" und in "Kleists Traum vom Prinzen Homburg". Mitte der 70er Jahre wurde der Film zu seinem Metier.


Bruno Ganz
dpa/Fredrik von Erichsen
Bruno Ganz


Maximilian Reinelt (10. Februar)

Im Alter von 30 Jahren starb Ruder-Olympiasieger Maximilian Reinelt beim Skifahren im Schweizer St. Moritz. Der gebürtige Ulmer wurde mit dem Achter 2012 in London Olympiasieger und holte 2016 in Rio de Janeiro Silber. Er wurde zweimal Welt- und fünfmal Europameister. Der Mediziner beendete seine Karriere nach den Spielen in Brasilien.

Maximilian Reinelt
dpa/Ina Fassbender
Maximilian Reinelt


Heinz Fütterer (10. Februar)

Der "Sportler des Jahres" und 100-Meter-Weltrekord-Sprinter von 1954 Heinz Fütterer starb im Alter von 87 Jahren nach kurzer Krankheit. Der gelernte Fischer und später erfolgreiche Geschäftsmann war zwischen 1954 und 1958 dreimal Europameister und holte 1956 Olympia-Bronze mit der deutschen 4 x 100-Meter-Staffel. Gegen den großen Jesse Owens ist Fütterer nie gerannt, und doch ist sein Name eng mit der Leichtathletik-Ikone verbunden.

Zu seinen Glanzzeiten war Fütterer der schnellste Mann der Welt. Der Leichtathlet vom Karlsruher SC gewann 536 internationale Rennen, blieb von 1953 bis 1955 ungeschlagen und war 1954 Europameister über 100 und 200 Meter. Sein Europarekord über 200 Meter (20,8 Sekunden) hielt über 20 Jahre. Heutige Sprinter können so etwas nicht glauben, aber: Fütterer bestritt meist über 100 Rennen pro Saison.

Heinz Fütterer
imago/Sven Simon
Heinz Fütterer


Katharina Lindner (9. Februar)

Die ehemalige Fußball-Bundesligaspielerin des 1. FFC Frankfurt, Katharina Lindner, starb im Alter von 39 Jahren in Schottland. Die gebürtige Münchnerin gewann 1999 mit dem Frankfurter Club Meisterschaft und DFB-Pokal. Für Glasgow City bestritt Lindner 173 Spiele und erzielte 128 Tore. Lindner absolvierte auch Spiele für deutsche Junioren-Nationalmannschaften.


Albert Finney (8. Februar)

Der mehrfach für den Oscar nominierte Schauspieler Albert Finney ("Erin Brockovich") starb im Alter von 82 Jahren nach kurzer Krankheit. 2011 hatte Finney berichtet, er habe eine Krebserkrankung überstanden. Der Schauspieler war in den 60er Jahren eines der bekanntesten Gesichter des britischen Kinos. Für den Abenteuerfilm "Tom Jones" wurde er 1964 erstmals für den Oscar als Bester Hauptdarsteller nominiert. Später war er in "Scrooge" (1970) und "Mord im Orient-Express" (1974) auf der Leinwand zu sehen. Für "Erin Brockovich" mit Julia Roberts (2000) erhielt er eine Oscar-Nominierung als Bester Nebendarsteller. Zuletzt war er 2012 in "James Bond 007 – Skyfall" und "Das Bourne Vermächtnis" zu sehen.

Albert Finney
dpa/Hubert Boesl
Albert Finney


Jörg Schönbohm (8. Februar)

Der CDU-Politiker und frühere Innenminister von Brandenburg, Jörg Schönbohm starb im Alter von 81 Jahren, wie die Brandenburger CDU mitteilte. Schönbohm hatte im Jahr 2012 einen Schlaganfall erlitten und später an den Folgen gelitten.

1996 wurde Schönbohm Innensenator in Berlin. Erst zwei Jahre zuvor war er in die CDU eingetreten. 1999 wechselte Schönbohm nach Brandenburg, wo er die zuvor zerstrittene Landes-CDU einte. In Potsdam wurde er wenig später in einer rot-schwarzen Koalition Innenminister und Vize-Regierungschef.

Jörg Schönbohm
dpa/Ralf Hirschberger
Jörg Schönbohm


Rosamunde Pilcher (7. Februar)

Im Februar ist die britische Schriftstellerin Rosamunde Pilcher im Alter von 94 Jahren gestorben. Pilcher starb demnach in Dundee in Schottland. Der Produzent der Pilcher-Filme, Michael Smeaton, bestätigte, dass die Schriftstellerin in Folge eines Schlaganfalls gestorben sei. Die Britin war mit ihren Romanen eine der erfolgreichsten Schriftstellerinnen ihrer Zeit. Ihre Bücher waren die Grundlage von etlichen Filmen, die regelmäßig Millionen Fernsehzuschauer vor die Bildschirme lockten, ganz besonders in Deutschland.

Rosamunde Pilcher
dpa/Horst Ossinger
Rosamunde Pilcher


Rudi Assauer (6. Februar)

Der frühere Schalke-Manager starb im Alter von 74 Jahren an den Folgen seiner jahrelangen Alzheimer-Erkrankung. In seiner Wohnung in Herten schlief Assauer in den Armen seiner Tochter Bettina Michel ein. Der Fußball beherrschte Assauers Leben, bis zu seiner Erkrankung - und auch noch danach war er bis vor gut einem Jahr hier und da zu Gast bei den Heimspielen der Knappen, solange es sein Gesundheitszustand zuließ. In den letzten Monate war er schon auf den Rollstuhl angewiesen, wurde daheim gepflegt von seiner Tochter Bettina Michel und seiner langjährigen Sekretärin Sabine Söldner.

Rudi Assauer
imago/Thomas Pakusch
Rudi Assauer


Vaclav Vorlicek (5. Februar)

Der Tscheche Vaclav Vorlicek starb im Alter von 88 Jahren in Prag nach einer Krebserkrankung. Vorlicek galt als einer der Wegbereiter des tschechoslowakischen Märchenfilms. Bekanntheit erlangte er vor allem als Regisseur des TV-Weihnachtsklassikers "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel". In den 1980er Jahren drehte Vorlicek beliebte Fantasy-Kinderserien wie "Die Märchenbraut" und "Der fliegende Ferdinand", die sowohl im west- als auch im ostdeutschen Fernsehen zu sehen waren. Für sein Lebenswerk wurde Vorlicek 2017 mit dem Kristallglobus des internationalen Filmfestivals in Karlsbad (Karlovy Vary) ausgezeichnet.

Vaclav Vorlicek
imago/Michal Krumphanz
Vaclav Vorlicek


Matti Nykänen (4. Februar)

Der viermalige Olympiasieger Matti Nykänen starb im Alter von 55 Jahren. Der finnische Sportminister Sampo Terho schrieb bei Twitter: "Er war ohne Zweifel einer der bedeutendsten finnischen Sportler aller Zeiten." Der ehemalige Sportler sei seit einiger Zeit krank gewesen, sagte der Chef des Finnischen Skisprungverbandes Mika Kulmala. Sportlich war Nykänen ein Idol, nach seiner Karriere machte er vor allem mit negativen Schlagzeilen aus seinem Privatleben auf sich aufmerksam. Er hatte mit Alkoholproblemen zu kämpfen und saß nach einer Messerattacke auf einen Freund im Gefängnis.

Matti Nykänen
imago/GEPA pictures
Matti Nykänen


Libet Werhahn (3. Februar)

Die jüngste Tochter des ersten deutschen Bundeskanzlers Konrad Adenauer, Libet Werhahn starb in Neuss nach kurzer Krankheit im Alter von 90 Jahren. In ihrer Jugend im Nationalsozialismus sei der Name Adenauer eine Belastung gewesen, sagte sie. 1950 heiratete sie den wohlhabenden Industriellen Hermann Josef Werhahn (1923-2016) aus Neuss, wo sie seitdem wohnte. Bis zuletzt vertrat Libet Werhahn - CDU-Mitglied seit 1946 - klare politische Ansichten. So wehrte sie sich dagegen, dass konservative Kritiker von Angela Merkel behaupteten, diese verschleudere das Erbe Adenauers.

Libet Werhahn
dpa/Marcel Mettelsiefen
Libet Werhahn


Ursula Karusseit (1. Februar)

Die Schauspielerin Ursula Karusseit starb im Alter von 79 Jahren in einem Krankenhaus in Berlin. Die 79-Jährige spielte unter anderem viele Jahre in der ARD-Fernsehserie "In aller Freundschaft" mit. Geboren wurde Karusseit am 2. August 1939 im westpreußischen Elbing im heutigen Polen, in Mecklenburg ging sie zur Schule. Im Lauf ihrer Karriere hat sie nach Angaben des MDR außerdem in Dutzenden bedeutenden DFF- und DEFA-Filmen die Hauptrolle gespielt. Zuletzt arbeitete sie an einem Buch mit dem Titel "Zugabe", das nach Angaben des Eulenspiegel-Verlags im März erscheinen soll.

Ursula Karusseit
imago stock&people
Ursula Karusseit


Emiliano Sala (21. Januar)

Gut zwei Wochen nach dem Flugzeugabsturz über dem Ärmelkanal ist im Februar die Leiche des argentinischen Fußballprofis Emiliano Sala identifiziert worden. Eine Obduktion des aus dem Wrack geborgenen Toten räumte letzte Zweifel aus, wie die englische Polizei mitteilte. Sala wollte am 21. Januar von Frankreich aus zu seinem neuen Verein Cardiff City nach Wales fliegen. Über dem Ärmelkanal verschwand die Propellermaschine mit dem zuvor für den FC Nantes aktiven Fußballer und seinem Piloten an Bord plötzlich von den Radarschirmen. Die Maschine wurde nach fast zweiwöchiger Suche am Meeresgrund geordnet, im Inneren später eine Leiche entdeckt.

Emiliano Sala
dpa/Uncredited/AP
Emiliano Sala


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