Chemiewaffen-Angriff in Syrien : US-Regierung: Assad-Truppen sollen im Mai Chlorgas eingesetzt haben

Baschar al-Assad und seine Truppen sollen laut Angaben der USA einen weiteren Chemiewaffeneinsatz durchgeführt haben.
Baschar al-Assad und seine Truppen sollen laut Angaben der USA einen weiteren Chemiewaffeneinsatz durchgeführt haben.

Die US-Regierung werde nicht zulassen, dass solche Angriffe "unwidersprochen" blieben oder "vertuscht" würden.

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26. September 2019, 22:11 Uhr

Idlib | Die US-Regierung hat nach eigenen Angaben Belege für einen Chemiewaffen-Angriff der Truppen von Syriens Machthaber Baschar al-Assad im Mai. Die Regierungstruppen hätten bei einem Angriff in der Rebellenbastion Idlib im Nordwesten Syriens am 19. Mai Chlorgas eingesetzt, sagte US-Außenminister Mike Pompeo am Donnerstag. Die US-Regierung werde nicht zulassen, dass solche Angriffe "unwidersprochen" blieben oder "vertuscht" würden.

Im Frühjahr widersprachen Menschenrechtler

Washington hatte schon im Mai von "Hinweisen" auf einen Chlorgasangriff gesprochen, sich aber nicht klar festgelegt. Aktivisten wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte hatten den US-Angaben damals widersprochen.

Im Syrien-Konflikt wurde schon mehrfach Giftgas eingesetzt. Assad hatte nach einem verheerenden Giftgasangriff 2013 zugesagt, alle Chemiewaffen außer Landes zu bringen. Es blieben aber Zweifel, ob tatsächlich alle Bestände zerstört wurden. Nach einem Chemiewaffenangriff in Ost-Ghuta im April 2018 flogen die USA, Frankreich und Großbritannien Vergeltungsangriffe. Syrien und seien Verbündeter Russland bestritten stets, Giftgas einzusetzen.

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