Mutmaßliche Fake-News-Kampagne : Warum Twitter und Facebook Accounts von Bolsonaro-Fans sperren

Der Oberste Gerichtshof hat Ermittlungen zur Rolle von engen Vertrauten des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro bei einer gegen den Gerichtshof gerichteten Desinformationskampagne eingeleitet.
Der Oberste Gerichtshof hat Ermittlungen zur Rolle von engen Vertrauten des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro bei einer gegen den Gerichtshof gerichteten Desinformationskampagne eingeleitet.

Wegen der "andauernden Verbreitung von Fake News" ordnete ein Gericht die Sperrung der Accounts an.

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25. Juli 2020, 09:34 Uhr

Brasilia | Facebook und Twitter haben nach einem Gerichtsbeschluss die Nutzerkonten von 16 Unterstützern des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro gesperrt. Ein Richter am Obersten Gerichtshof, der eine mutmaßliche Desinformationskampagne durch Anhänger des rechtsgerichteten Präsidenten untersucht, hatte die Sperrung am Freitag angeordnet. Der Richter Alexandre de Moraes erklärte, die Konten müssten wegen der "andauernden Verbreitung von Fake News" sowie "verleumderischer Anschuldigungen und Drohungen" gegen das Gericht gesperrt werden.

Bolsonaro und der Oberste Gerichtshof liefern sich einen heftigen Machtkampf seitdem das Gericht Ermittlungen zur Rolle von engen Bolsonaro-Vertrauten bei einer gegen den Gerichtshof gerichteten Desinformationskampagne eingeleitet hat.

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Hochrangige Bolsonaro-Unterstützer betroffen

Von der Sperrung ihrer Nutzerkonten bei Facebook und Twitter sind hochrangige Bolsonaro-Unterstützer wie der Ex-Abgeordnete Roberto Jefferson, der Geschäftsmann Luciano Hang und die Aktivistin Sara Winter betroffen.

Facebook- und Twitter-Nutzer in Brasilien werden seit Freitag Hinweise zur Sperrung der Konten angezeigt. "Dieser Inhalt ist derzeit nicht verfügbar", lautete die Facebook-Mitteilung. Twitter versah die Konten mit dem Hinweis, dass sie aufgrund eines Gerichtsbeschluss gesperrt werden mussten.

Sehen Sie im Video: Brasiliens Präsident Bolsonaro mit Coronavirus infiziert


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