Schweizer Forschung : Katzenallergie leid? Bald könnte es Impfungen geben – für Katzen

In einer Studie bekam die Katze eine Spritze, woraufhin der Allergiker beim Kontakt mit dem Tier weniger litt.
In einer Studie bekam die Katze eine Spritze, woraufhin der Allergiker beim Kontakt mit dem Tier weniger litt.

Schweizer Wissenschaftler haben einen Wirkstoff entwickelt, der die lästigen Symptome mindert.

prignitzer.de von
13. August 2019, 20:10 Uhr

Hamburg | Des Deutschen liebstes Haustier, die Katze, löst bei Allergikern lästige Reaktionen aus: Die Augen jucken, die Nase läuft, das Nieskonzert schüttelt den Körper durch. Doch damit könnte bald Schluss sein. Forscher in der Schweiz haben einen Wirkstoff entwickelt, der die Anfälligkeit für eine allergische Reaktion auf Katzen mindert.

Grund für die teils heftigen Abwehrreaktionen ist hauptsächlich das Protein "Fel d 1", das im Speichel und somit auch im Fell der Katzen vorkommt. Über abgestorbene Hautschüppchen und Haare verteilt es sich in der Umgebung und kann von dort in die menschlichen Atemwege gelangen. Bei Allergikern reagiert dann das Immunsystem über: Der Körper versucht – etwa mit Nasenschleim – die Allergene fortzuspülen.

Etwa jeder Zehnte allergisch gegen Katzen

Etwa jeder zehnte Bewohner in westlichen Ländern verträgt den Kontakt mit Katzen nicht, berichtet das Allergie-Fachmagazin "Journal of Allergy and Clinical Immunology". Beim Europäischen Allergiekongress in München war kürzlich eine erfolgsversprechende Antikörper-Behandlung für Allergiker vorgestellt worden.

Forscher am Universitätsklinikum Zürich verfolgten eine andere Methode: Sie impften nicht den Menschen, sondern die Katze – was die allergische Reaktion auf das Tier in Tests ebenfalls deutlich reduzierte.


"HypoCat" heißt der Wirkstoff, der das allergene Protein im Sekret der Katze quasi neutralisiert. Die Versuchskatzen hätten den Impfstoff gut vertragen und Antikörper gegen "Fel d 1" gebildet. Daraufhin sei eine weniger allergene Wirkung der Tränen nachgewiesen worden.

Dem Bericht zufolge könnte "HypoCat" als Impfstoff in den kommenden drei Jahren marktreif sein.

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