Bützow : Büwo weiter auf Erfolgskurs

Fast bezugsfertig sind die neuen Gebäude Gödenstraße und Jungfernstraße. Die Büwo sorgt hier für zwölf neue Wohnungen. Geschäftsführerin Monika Gräning (r.) ging auf Stippvisite und schaute, was René Reichert und seine Kollegen schon alles geschafft haben.
Fast bezugsfertig sind die neuen Gebäude Gödenstraße und Jungfernstraße. Die Büwo sorgt hier für zwölf neue Wohnungen. Geschäftsführerin Monika Gräning (r.) ging auf Stippvisite und schaute, was René Reichert und seine Kollegen schon alles geschafft haben.

Bützower Wohnungsgesellschaft schreibt schwarze Zahlen und investiert weiter

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16. September 2019, 20:00 Uhr

Stippvisite mit Monika Gräning im Neubau in der Jungfernstraße. Die Geschäftsführerin der Bützower Wohnungsgesellschaft macht sich ein Bild davon, was die Bauleute hier geschafft haben. Hier und in der Gödenstraße sind zwei neue Häuser mit insgesamt zwölf Wohnungen entstanden. „Die wären auch längst bezugsfertig, wenn der Estrich trocknen würde“, sagt Monika Gräning. Aber sie ist guter Dinge und überzeugt davon, dass schon bald die Bodenbeläge verlegt werden können. Geplant ist, dass alle zwölf Wohnungen zum 1. November bezugsfertig sind. Acht davon sind schon vergeben. Nicht ohne Stolz berichtet Gräning von den zügigen Baufortschritten, die mit knapp 2,7 Millionen Euro sogar rund zwei Prozent billiger als geplant ausfielen. Und davon, dass nun die Jahresbilanz 2018 durch alle Gremien bestätigt worden ist. Es sind wieder schwarze Zahlen.

Verschuldungsquote im Landesvergleich „extrem gut“

Als Bilanz stehen 28 Millionen Euro zu Buche, rund eine Million Euro mehr als im Vorjahr. Die Eigenkapitalquote liegt bei 39,3 Prozent und damit 1,4 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Aber immer noch weit über dem Landesdurchschnitt, der als Vergleichswert bei 25 Prozent liegt. Monika Gräning spricht von „richtig tollen Kennwerten“. Auch die Verschuldungsquote von 4,8 Prozent sei im Landesvergleich „extrem gut“. Der Landesrechnungshof gibt sechs Prozent vor.

Büwo wirtschaftet gut

Die trockenen Zahlen belegen das. Unterm Strich steht ein Jahresüberschuss von 98 600 Euro. „Damit liegen wir geringfügig unter Plan“, bilanziert Monika Gräning. Laut Haushaltsbeschluss steht der Stadt ein Anteil von 25 Prozent vom Gewinn zu. Das sind 24 700 Euro für das Jahr 2018. „Ich hoffe, dass mit dem neuen Haushalt auf die Gewinnausschüttung verzichtet wird“, appelliert Monika Gräning in Richtung Verwaltung und Stadtvertreter. Ihre Begründung dafür ist: „Für das Geld könnten wir drei Leerwohnungen sanieren.“

Das konnte die Büwo 2018 in 24 Fällen tun und brachte dafür knapp 350 000 Euro auf. Insgesamt standen Kosten für laufende Instandhaltungen in Höhe von rund 1,3 Millionen Euro zu Buche. Drei Aufzüge für Leninplatz 8 bis 10 samt dazgehörigen Arbeiten kosteten 950 000 Euro. Für 2019 sind Investitionen und Instandhaltungskosten von 4 452 000 Euro im Plan.

1147 Wohneinheiten verwaltet die 100-prozentige Tochter der Stadt Bützow. Davon sind 1125 Wohnungen und der Rest Gewerbeeinheiten. Der Leerstand betrug zum Jahresende 8,4 Prozent, ein Jahr vorher elf Prozent. „Diese Absenkung ist zum Teil damit zu begründen, dass im November der Block Forsthof 5 bis 11 abgerissen wurde“, erklärt Monika Gräning.

Davon träumen Großstädter

Anhand der belegten Wohnungen und der jeweiligen Miethöhe lässt sich die durchschnittliche Miethöhe errechnen. Die lag 2018 bei 4,47 Euro – ein Wert, von dem Großstädter nur träumen können. Aber Monika Gräning macht keinen Hehl daraus, dass diese Zahl schon 2019 „moderat“ steigen werde. Auch das sei zum Teil mit dem Abriss am Forsthof zu begründen, wo es noch einige Bestandsmieten gab.

Büwo-Tochter gegründet

Zum 1. Januar 2018 wurde zudem die Büwo-Tochter ISB gegründet. ISB steht für Immobilien Service Bützow. Eine Idee, von der Monika Gräning nach wie vor überzeugt ist. Verwaltung und Personal laufe nun über den ISB und die Büwo könne sich wieder auf die Bewirtschaftung und Verpachtung des Bestands konzentrieren. „Vorher war die Büwo wie ein Gemischtwarenladen.“ Laut Satzung sei das Kerngeschäft der Büwo, breiten Bevölkerungsschichten preiswerten Wohnraum zu ermöglichen. Und der ISB könne sich auch anderen Geschäftsfeldern widmen, wie etwa der Versorgung mit besserem Internet. Bis auf die Schlossstraße 16 können Mieter nun mit bis zu 500 mbit surfen.

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