Schwaan : Eine Familie auf der Suche nach Weihnachtstraditionen

Die Weihnachtskugeln mit den Namen der Familienmitglieder hat Jessica extra anfertigen lassen. Für Piet (3), Pelle (15 Monate) und Papa Finn steckt die Weihnachtszeit voll heimeliger Rituale – mal sehen, welche davon zur Familientradition werden.
Die Weihnachtskugeln mit den Namen der Familienmitglieder hat Jessica extra anfertigen lassen. Für Piet (3), Pelle (15 Monate) und Papa Finn steckt die Weihnachtszeit voll heimeliger Rituale – mal sehen, welche davon zur Familientradition werden.

Die Neuwerks aus Schwaan sind noch auf der Suche nach ihren eigenen Traditionen – Singen gehört aber auf jeden Fall dazu.

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24. Dezember 2019, 05:00 Uhr

Piet liebt alles, was mit Weihnachten zusammenhängt. Damit hat ihn seine Mama angesteckt. Gemeinsam hören sie den ganzen Tag Weihnachtslieder und singen laut mit. „Jingle Bells“ mag der Dreieinhalbjährige am liebsten. Ein wichtiges Accessoire darf dabei nicht fehlen: Die Weihnachtsmütze mit den blinkenden Sternen.

Auf der Suche nach Weihnachtstraditionen

Für Jessica und Finn Neuwerk aus Schwaan und ihre beiden Söhne Piet und Pelle ist es das zweite Weihnachten zu viert. „Wir sind noch auf der Suche nach unseren eigenen Familientraditionen“, sagt Jessica. Eine ist für Papa Finn aber jetzt schon gesetzt: „Den Tannenbaum schlagen wir selbst. Das haben wir in den vergangenen Jahren gemacht und es hat uns total gefallen.“

Jessica und Finn sind 2015 von Rostock nach Schwaan gezogen. Kurz danach wurde Jessica schwanger. Mittlerweile ist Piet schon der Große und nicht immer ganz nachsichtig mit seinem 15 Monate alten Bruder. „Darum hat der Nikolaus zwar ein kleines Geschenk, aber eben auch eine Rute gebracht“, erzählt Mama Jessica. Piet beteuert, dass er seitdem immer lieb war. Schließlich hat er sich vom Weihnachtsmann einen Bagger gewünscht. Den will sich der Lütte nun ja nicht noch im letzten Moment entgehen lassen.

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Rouladen an Heiligabend

Den großen Weihnachtsbraten am ersten Feiertag gibt es im Hause Neuwerk nicht. „Dafür frühstücken wir lang und ausgiebig“, sagt Jessica. Am Heiligabend aber steht Finn für alle in der Küche. „Ich mache Rouladen, die kann ich“, sagt er. An eine Ente habe er sich bislang noch nicht herangetraut. Aber was nicht ist, könne ja noch werden.

In diesem Jahr stand in der Vorweihnachtszeit für Jessica das Plätzchenbacken wieder ganz oben auf der Wunschliste. „Piet ist jetzt groß genug, dass er auch mithelfen kann. Das war super. Er hat zweieinhalb Stunden mit mir in der Küche gewerkelt“, lobt Mama Jessica. Zweieinhalb Kilo Teig haben sie zu Ausstechplätzchen verarbeitet. Klein Pelle schmecken die sichtlich. Er greift immer wieder in die Schale, bis feuchte Krümel den Weihnachtspulli zieren. In der Kita Schwanenkinder, die der Knirps seit ein paar Wochen besucht, haben die Kinder mit ihren Erziehern für Weihnachten gebastelt. Auch Pelle konnte etwas mit nach Hause bringen.

Käsekuchen mit Spekulatius-Note am ersten Weihnachtstag

Am ersten Feiertag kommen Jessicas Vater und seine Lebensgefährtin zum Kaffee zu Besuch. Dann gibt es selbstgebackenen Kuchen. „Wahrscheinlich Käsekuchen mit Spekulatius-Note“, sagt Jessica. „Das Rezept habe ich im Internet gefunden. Aber ich bin noch nicht sicher.“ Am zweiten Feiertag geht es dann für die gesamte Familie nach Flensburg, von wo Finn stammt. „Wir besuchen meinen Vater und meine Oma“, sagt er. Dann werde er hoffentlich auch noch ein wenig Zeit mit seinem Stiefbruder verbringen können, „denn der wandert nächstes Jahr nach Neuseeland aus. Wer weiß, wann man sich dann mal wieder sieht.“

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Piet hat inzwischen das Türchen vom Adventskalender geöffnet – seinen eigenen und den von Pelle gleich mit. „Das gebe ich natürlich ab“, erklärt der kleine Mann brav und legt das Schokoladenstückchen auf den Teller seines Bruders. Nicht, dass der Weihnachtsmann am Ende noch einen falschen Eindruck bekommt.

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