Drahtwerk wächst weiter

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Auch weibliche Metaller arbeiten bei WDM in der Produktion. Im Bild Olga Karabanow aus Laaske.Birgit Hamann (2)

prignitzer.de von
10. Februar 2011, 10:27 Uhr

Wolfshagen | Die Wolfshagener stehen hinter der Erweiterung des Draht- und Metallverarbeitungswerkes (WDM). In den vergangenen Wochen waren die Unterlagen für den Bebauungsplan öffentlich ausgelegt. Dessen Aufstellung hatte die Gemeindevertretung im Dezember beschlossen. Die Auslegungsfrist endete am 8. Februar - ohne nennenswerte Einsprüche, wie Planer Jörg Lewin resümierte. Für die Gemeindeverwaltung von Groß Pankow (Prignitz) und den Planer Anlass, das Vorhaben vorgestern noch einmal im Rahmen einer Einwohnerversammlung zu erörtern.

Die Erweiterungsfläche schließt sich an das jetzige Betriebsgelände in Richtung Tacken an. Da es sich um einen Eingriff in die unverbaute Natur handelt, müssen im Bebauungsplan auch Ausgleichsmaßnahmen festgelegt werden. "Die möchten wir gern hier, in Wolfshagen, umsetzen", kündigte Bauamtsleiter Halldor Lugowski an. Das Unternehmen wolle in den nächsten drei Jahren rund vier Millionen Euro investieren, informierte WDM-Geschäftsführer Hans Dedek. "Ich gehe davon aus, dass wir im März oder April nächsten Jahres beginnen zu bauen." Eine Betriebserweiterung an einem solchen Standort sei stets mit einem weit höheren Aufwand verbunden, als man ihn in einem fertig erschlossenen Gewerbegebiet betreiben müsste. "Aber: Wir haben uns für Wolfshagen entschieden und betreiben den Aufwand", unterstrich Dedek.

Die Wachstumsraten des 1994 gegründeten Unternehmens sind enorm: Im vergangenen Jahr wurden 10 000 Tonnen Draht für die Geschäftspartner in der Bau-, Lebensmittel- und Elektroindustrie verarbeitet. "2007 lagen wir noch bei gut 2000 Tonnen", informierte Geschäftsführer Ernst Hüffmeier am Dienstagnachmittag die Mitglieder des kreislichen Bau- und Wirtschaftsausschusses, die ihre turnusmäßige Sitzung bei WDM in Wolfshagen abhielten. Seit zwei Jahren, so Hüffmeier, sei das Unternehmen auch finanziell unabhängig. "Wir investieren immer erst dann, wenn wir das entsprechende Geld selbst erwirtschaftet haben. Unsere Eigenkapitalquote liegt bei 75 Prozent." 116 Mitarbeiter sind in der Wolfshagener Draht- und Metallverarbeitung GmbH beschäftigt. Bei der Mitarbeiter- und Lehrlingsakquise mache das Unternehmen nicht selten die erfreuliche Erfahrung, dass junge Leute - bei einem entsprechenden Jobangebot - gern in die Prignitz zurückkehren, so Hüffmeier. "Ganz aktuell sind das bei uns zwei Mitarbeiter, die aus Hamburg zurückkamen."

Die Wolfshagener verliehen in der Einwohnerversammlung ihrem Wunsch nach einer stärkeren Ausstrahlung des vitalen Unternehmens auf den Ort Ausdruck. In der Tat wohnt nur knapp ein Drittel der Beschäftigten in Wolfshagen. "Häuser für Mitarbeiter zu bauen, das wäre vielleicht noch mal ein Thema für uns", so Hans Dedek. Für Wolfshagen wäre es eine Option. Immerhin liegt der Altersschnitt der WDM-Belegschaft bei nur 37 Jahren.

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