Nordwestmecklenburg : Judo-Europameisterin Yvonne Wolski an Leukämie erkrankt

Bis zum Bekanntwerden ihrer Krankheit trainierte Yvonne Wolski Kinder- und Jugendliche des Gadebuscher Judovereins.
Bis zum Bekanntwerden ihrer Krankheit trainierte Yvonne Wolski Kinder- und Jugendliche des Gadebuscher Judovereins.

Judovereine organisieren Registrierungstag für die erkrankte Gadebuscher Sportlerin Yvonne Wolski und rufen zu Spenden auf.

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04. Dezember 2019, 19:00 Uhr

Es ist leider kein Einzelfall. Dennoch schockiert diese Nachricht die Region in und um Gadebusch. In den sozialen Netzwerken hat es sich längst herumgesprochen, dass die Judo-Europameisterin von 2015 und WM-Dritte des selben Jahres bei den Ü30-Damen, Yvonne Wolski, an Leukämie erkrankt ist.

Registrierungstag am 3. Advent

Der Gadebuscher Judoverein und Freunde des Schönberger Judovereins haben bereits reagiert und nicht nur einen Registrierungstag des Deutschen Knochenmarksspendevereins (DKMS) am Sonntag, 15. Dezember, bei der Feuerwehr, Agnes-Karll-Straße, organisiert. Gleichzeitig sammeln sie Geld. Gerade, um diesen Tag zu finanzieren, denn es sollen nicht nur die Gene erforscht und registriert werden, die Arbeit muss auch bezahlt werden.

Schon vor einigen Tagen, Anfang September, fühlte sich die Judo-Sportlerin schlapp, hatte Halsschmerzen und Schnupfen. Eine Grippe vielleicht, dachte die 41-Jährige. Doch die „Grippe“ ging nicht weg, der Zustand verschlechterte sich.

Auch Geldspenden helfen Leben zu retten

Jede Registrierung kostet die DKMS 35 Euro.
Bitte unterstützen Sie die Gesellschaft!

DKMS Spendenkonto
IBAN: DE60700400608987000172
Verwendungszweck: YWG 001

Nächster Registrierungstermin: Sonntag, 15. Dezember, 10 bis 15 Uhr: Feuerwehr Gadebusch

 

Viele Untersuchungen und Therapie

Eine Blutuntersuchung am 23. September brachte wenige Stunden später Gewissheit. „Ich habe am 24. September die Diagnose bekommen, am Nachmittag begann schon die Chemotherapie“, erklärte Yvonne Wolski. Sie ist seitdem nur noch selten zu Hause, muss sich im Krankenhaus der Therapie und Untersuchungen unterziehen. Und natürlich darf niemand in die Nähe, der auch nur den Anschein einer Erkältung in sich trägt. „Mit einer Grippe könnte es für mich schon ziemlich eng werden“, sagt die Sportlerin, die aufgrund der Chemotherapie kaum Abwehrstoffe besitzt.

Bis Ende des Jahres soll die Therapie fortgeführt werden, dann werden die Vorbereitungen für eine Knochenmarktransplantation getroffen. „Die Ärzte erklärten mir, dass eine Transplantation die Möglichkeit um das Fünffache erhöht, nicht erneut zu erkranken“, sagte die Gadebuscherin.

Bisher keinen richtigen Spender gefunden

Doch bisher sei noch niemand gefunden, der zu 100 Prozent gentechnisch zu ihr passe, erklärte sie. „Es gibt wohl jemanden, der zu 90 Prozent zu mir passt. Selbst meine Schwester passt nur zu 50 Prozent zu mir“, erklärt sie. Deshalb rufen der Gadebuscher Judoverein und Freunde des Schönberger Judovereins auf, sich am 15. Dezember registrieren zu lassen. Mögliche Spender dürfen nicht älter als 55 Jahre oder jünger als 17 Jahre sein, müssen mindestens 50 Kilogramm wiegen und dürfen keine schwerwiegenden Krankheiten haben oder gehabt haben.

Der Tag soll zudem als kleines Fest gestaltet werden. Eine Springburg, ein Schminkstand und kleine Überraschungen werden von den Organisatoren aufgebaut und zum Verweilen einladen. Stattfinden wird die Registrierung von 10 bis 15 Uhr. Wer jetzt bereits Geld für die DKMS spenden möchte, kann das tun. Auch nehmen der Gadebuscher und der Schönberger Judoverein Spenden entgegen.
 

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