Wir in Kneese : Eine Idylle für Mensch und Tier

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22 Menschen mit geistiger Behinderung betreiben in Kneese Öko-Landwirtschaft

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23. November 2015, 14:14 Uhr

Die Wollschweine stampfen glücklich grunzend durch den Matsch. Gegenüber wird fröhlich gequiekt. Die Hausschweine gucken neugierig, was los ist. Keine Frage auf dem Arche-Hof nehmen sie es mit der artgerechten Tierhaltung genau.

Seit 2003 wird auf dem Hof in Kneese gelebt, gearbeitet, gefördert. In dieser Arbeits- und Wohnstätte haben 22 Menschen mit geistiger Behinderungen ein vorläufiges oder auch dauerhaftes Zuhause gefunden. Der Hof gehört zum Lebenshilfewerk Hagenow. „Mit Hilfe der Tätigkeiten eines ökologischen landwirtschaftlichen Betriebes können Bewohner und Beschäftigte des Arche-Hofes ihre sozialen und beruflichen Kompetenzen weiter entwickeln und stärken“, heißt es in einer Präsentation des Verbunds.

Doch nicht nur landwirtschaftlich wird hier gearbeitet. Die ländliche Hauswirtschaft, die Garten- und Landschaftspflege und seit dem vergangenen Jahr auch die Kreativgruppe komplettieren das Angebot.

„Für einige ist es das Ziel, hier ein Zuhause zu finden. Für andere die Chance, sich Strukturen zu erarbeiten, damit sie auf dem ersten Arbeitsmarkt einen Job finden“, erklärt Irene Drews. Sie leitet den Hof mit seinen vielen Tieren, dem Hofladen, den Werkstätten.

Doch der Hof ist kein abgeschlossenes Areal in der Gemeinde. Wie auch. 240 Hektar Land werden ringsum bewirtschaftet, 192 Angus-Rinder grasen über die Wiesen.

Regelmäßig werden auch Gäste eingeladen. „Der Landmarkt ist die größte Veranstaltung bei uns“, sagt Irene Drews. Das Erntedankfest feiern sie und Weihnachten natürlich auch.

Und immer wieder schließen sich Gemeinde und Arche-Hof zusammen. „Bei der Aktion Dörfer zeigen Kunst stellen wir Räume zur Verfügung“, erzählt Irene Drews. „In der Gemeinde werden wir gut akzeptiert.“

Im nächsten Jahr will der Hof ein neues Projekt angehen. „Wir wollen uns mehr im Tourismus engagieren“, sagt Irene Drews. Wie das genau aussehen soll, darüber wird gerade diskutiert. Auf jeden Fall soll das Areal noch barrierefreier gestaltet werden.

Doch eines bleibt der Arche-Hof auf jeden Fall. Eine kleine Idylle für Mensch und Tier.

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