Güstrow : Hektik kurz vor Toresschluss

Nun wollen doch noch Gemeinden im Landkreis fusionieren

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08. Februar 2019, 05:00 Uhr

Auf den letzten Metern kommt im Landkreis Rostock doch noch Schwung in die vom Land unterstützte Zusammenlegung von Gemeinden. Die Gemeinde Kirch Mulsow und die Gemeinde Carinerland im Westen des Landkreises haben noch schnell die Aufnahme von Fusionsverhandlungen beschlossen. Um noch in den Genuss des „Hochzeitsgeldes“ vom Land zu kommen, hätte schon zur Jahreswende alles unter Dach und Fach sein müssen. Die Landesregierung hat diesen Termin bis in den März hinein verlängert. Kirch Mulsow und Carinaland wollen im Zuge der Kommunalwahl am 26. Mai zusammenkommen. Der Kreisausschuss gab für das Ansinnen auf seiner Sitzung am Mittwochabend grünes Licht. Entscheidend ist die Zustimmung des Kreistages auf seiner Sitzung am 27. Februar.

Uwe Heinze (SPD) als Koordinator für Gemeindefusionen im Landkreis Rostock machte auf eine weitere beabsichtigte Gemeindefusion aufmerksam. „Die Zeit ist eng, aber rein rechnerisch noch alles möglich“, betonte Heinze. Im nördlichen Teil des Landkreises sind es die Gemeinden Elmenhorst-Lichtenhagen, Ostseebad Nienhagen und Admannshage-Bargeshagen – zusammen um die 9000 Einwohner –, die noch an einer Fusion arbeiten.

Bereits vollzogen ist im Landkreis die Zusammenlegung der Gemeinden Bentwisch und Klein Kussewitz. In Papier und Tüten ist die Eingemeindung von Diekhof nach Laage.

Auch wenn auf den letzten Metern noch Bewegung in die Sache kommt, zieht der Koordinator für Gemeindefusionen einer ernüchternde Bilanz. Die Bereitschaft zu Fusionen sei sehr gering, was auch der Tatsache geschuldet sein könnte, dass sich die finanzielle Situation vieler Gemeinden in den vergangenen Jahren verbessert hat. Ergo gebe es keinen Handlungsdruck.

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