Wittenburg : Mühlenflügel stehen auf Trauer

Die Mühle zeigt die Trauerschere: Für Norbert Fenske, Gründungsmitglied und langjähriger Vorsitzender des Förderkreises für die Mühle in Wittenburg, fand gestern in Wittenburg die Trauerfeier und seine Urnenbeisetzung statt.
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Die Mühle zeigt die Trauerschere: Für Norbert Fenske, Gründungsmitglied und langjähriger Vorsitzender des Förderkreises für die Mühle in Wittenburg, fand gestern in Wittenburg die Trauerfeier und seine Urnenbeisetzung statt.

Förderkreis für die Mühle in Wittenburg trauert um Gründungsmitglied und langjährigen Vereinsvorsitzenden Norbert Fenske

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17. Januar 2020, 17:00 Uhr

Die Wittenburger Windmühlenflügel standen auf Trauer. Die vier Flügel der Mühle zeigten auf zwei; fünf; acht und elf Uhr. Diese so genannte Trauerschere bringt zum Ausdruck, dass der Müller verstorben ist.

Ohne ihn gäbe es viel nicht

Und tatsächlich beklagen die Mitglieder des Wittenburger Förderkreises für die Mühle einen schmerzlichen Verlust. Norbert Fenske, Gründungsmitglied und langjähriger Vereinsvorsitzender, ist am 27. Dezember 2019 verstorben. Am Freitag war die Trauerfeier in Wittenburg. Die Mitglieder des Förderkreises für die Mühle in Wittenburg trauern um das Gründungsmitglied Norbert Fenske. Ohne ihn, so sind sich viele Wittenburger einig, gäbe es keine sanierte Mühle, keine überdachte Hummel, keinen Wetterschutz für die historische Landtechnik und keinen Pavillon aus dem Notdach der Mühle.

Norbert Fenske hat zusammen mit den engagierten Vereinsfreunden vom Förderkreis und der Stadt Wittenburg dafür gesorgt, dass das Mühlenareal gut und zukunftsträchtig aufgestellt ist.

„Norbert Fenske ist für uns im Verein unersetzlich, sein Tod ist für uns ein schmerzlicher Verlust. Er war ein erfahrener Planer, und wir als Förderkreis profitierten von seinen umfangreichen Erfahrungen im Planungs- und Baubereich“, sagt Horst Oberhack vom Vorstand des Förderkreises, dessen Vorsitzender Martin Zecher ist. Wie Tino Oberhack, der zweite Vorsitzende, im Gespräch sagte, konnte das Areal rund um die Mühle nur so gestaltet werden, wie es jetzt ist, weil sich Norbert Fenske zusammen mit den Mitgliedern des Vereins engagiert um Förderung und Unterstützung sorgte.

Die Arbeit in seinem Sinne weiterführen

Natürlich ist es sehr im Interesse der Stadt Wittenburg, das Mühlenareal als Tor zur Stadt Wittenburg von der Autobahn kommend so zu gestalten, wie es sich heute zeigt. „Diese Projekte werden für immer die Handschrift von Norbert Fenske tragen“, sagte Bürgermeisterin Margret Seemann auf dem jüngsten Neujahrsempfang von Wittenburg, auf dem die Kommune den Wölzower mit dem Ehrenpreis für sein Lebenswerk würdigte.

Wir haben uns bei den letzten Projekten immer gewundert, dass Norbert Fenske auf eine zügige Umsetzung gedrungen hat. Jetzt ist uns klar, dass er wusste, ihm blieb nicht mehr viel Zeit. Horst Oberhack, Vorstand des Förderkreises
 

Die Mitglieder des Förderkreises für die Mühle in Wittenburg werden nach den Worten von Tino Oberhack dem verstorbenen Norbert Fenske ein ehrendes Andenken bewahren und die Arbeit in seinem Sinne weiterführen. Dazu gehören die jährlichen drei Veranstaltungen auf dem Mühlengelände mit dem Deutschen Mühlentag, der in diesem Jahr in Wittenburg zum 20. Mal begangen wird, dem Tag des offenen Denkmals und dem Advent an und in der Mühle.

Alle gehen davon aus, dass sich der Wunsch des Verstorbenen umsetzen lässt, dass Wittenburg auf den Ortstafeln den Zusatz „Mühlen-Stadt“ bekommt. Bürgermeisterin Margret Seemann sagte auf dem Neujahrsempfang dazu, dass die Verwaltung weiter daran arbeitet, auch offiziell die Bezeichnung „Mühlen-Stadt“ auf den Ortsschildern tragen zu dürfen. Immerhin habe die Kommune mit der seit 2014 komplett sanierten Mühlen gute Argumente dafür.

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