Ludwigslust : Regenmangel: Wasserspiele im Schlosspark trocknen aus

So wie hier sprudeln die Wasserspeile im Schlosspark Ludwigslust kaum noch.

So wie hier sprudeln die Wasserspeile im Schlosspark Ludwigslust kaum noch.

Der größte historische Park des Landes leidet unter der anhaltenden Trockenheit.

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11. Juni 2019, 16:31 Uhr

Die anhaltende Trockenheit in Mecklenburg-Vorpommern wird immer stärker spür- und sichtbar. Betroffen ist inzwischen auch der größte historische Park des Landes.

Kein Wasserzulauf mehr von der Stör

Die Wasserspiele im Schlosspark Ludwigslust werden über einen Kanal aus der Störwasserstraße gespeist, wie eine Sprecherin des Umweltministeriums in Schwerin am Dienstag sagte. Von dort werde derzeit aber kein Wasser abgegeben, weil der Schiffsverkehr auf der Bundeswasserstraße aufrechterhalten werden müsse.

Die Folge: Kanäle und Wasserspiele im Schlosspark Ludwigslust werden immer flacher und kleiner. Die „Loreley“ - eine künstliche Felsengruppe in einem eigentlich sprudelnden Wasserlauf - liegt bereits trocken. Die beiden nachfolgenden Teiche im Parkgewässer-System sind um bis zu ein Drittel geschrumpft. An der mächtigen Kaskade vor dem Schloss mit ihrem 70 Meter breiten, rauschenden Wasservorhang kommt kaum Wasser herunter.

Müritz-Pegel weit unter Normal

Nach Worten der Ministeriumssprecherin leidet derzeit vor allem die Müritz unter der Trockenheit. Der größte deutsche See müsste um diese Jahreszeit eigentlich einen Pegelstand von 2,10 Meter aufweisen, sagte sie. „Aktuell sind es aber nur 1,69 Meter.“ Die Müritz sei schon mit einem historischen Tiefstand in den Sommer gestartet und verliere pro Monat fünf Zentimeter hauptsächlich durch Verdunstung, wenn es nicht ordentlich regnet. Der Schweriner See halte sich tapfer, allerdings auch auf niedrigem Niveau. Das langjährige Soll liege um diese Jahreszeit bei 1,20 Meter. Aktuell betrage der Wasserstand 1,04 Meter.

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