ICE-Strecke Berlin-Hamburg : Unbekannte sabotieren Bahn-Technik

ICE auf der Strecke zwischen Berlin und Hamburg beim Bahnhof Ludwigslust (Archivfoto)

ICE auf der Strecke zwischen Berlin und Hamburg beim Bahnhof Ludwigslust (Archivfoto)

Auf der ICE-Bahnstrecke Berlin-Hamburg haben Unbekannte den Zugverkehr sabotiert und damit Menschen gefährdet.

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29. Mai 2020, 09:56 Uhr

Unbekannte haben in der Region Ludwigslust den Zugverkehr auf der ICE-Strecke Berlin-Hamburg sabotiert und Menschen gefährdet. Wie ein Sprecher der Bundespolizei am Freitag erklärte, bauten die Täter zwei Signalkabel auf freier Strecke ab und legten diese auf die Schienen. Zwei ICE-Züge fuhren in dem Waldstück bei Weselsdorf über die Stränge und zerteilten die etwa 13 Meter langen Signalkabel. Dadurch wurden mehrere Fehlermeldungen ausgelöst. Ein Teil der Steuerungs- und Regeltechnik der Schnellfahrstrecke fiel aus.

Der Vorfall habe sich am Dienstagabend ereignet, wurde der Polizei aber erst am Mittwoch bekannt. Seither fahnde man nach den Tätern, bisher ohne Erfolg. Nun würden Zeugen gesucht.

Eines der beiden Gleise konnte fast zwei Stunden nicht genutzt werden, ein Regionalzug wurde abgebremst und blieb stehen, es kam zu Verspätungen. „Das ist sehr gefährlich und kein Dummerjungenstreich mehr“, sagte der Sprecher. Die Bundespolizei ermittelt wegen Störung öffentlicher Betriebe und Sachbeschädigung. Der Hintergrund des Vorfalls sei noch unklar.

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