Ludwigslust : Alle Nadeln auf einen Haufen

Ab in die Presse: Das Schicksal der ausgedienten Weihnachtsbäume der Region.
Ab in die Presse: Das Schicksal der ausgedienten Weihnachtsbäume der Region.

Wohin mit dem ausgedienten Weihnachtsbaum: Recycling durch den Abfallwirtschaftsbetrieb oder traditionelles Verbrennen

Avatar_prignitzer von
11. Januar 2020, 05:00 Uhr

Hui. In hohem Bogen fliegt das vertrocknete Bäumchen aus dem Fenster. Nadelt sowieso schon seit einer Woche und nimmt Platz in der Wohnung weg. Also wohin damit? In die grüne Tonne passt er nicht. Nun es gibt zwei Möglichkeiten, den Weihnachtsbaum zu entsorgen: Die gemütliche Variante oder Recycling.

Variante eins: In geselliger Runde um das knisternde Feuer, zum dem die Feuerwehren der Region traditionell einladen. Wie am Sonnabend, wo die ausgedienten Weihnachtsbäume in Techentin, Kummer und Dömitz ein letztes Mal leuchten.

Variante zwei: Ab auf den Kompost der Abfallwirtschaftsbetriebe des Landkreises Ludwigslust Parchim (ALP). Bis zum 13. Januar können die Ludwigsluster und die Neustädter ihre Tannen zu den bekannten Wertstoff-Containerplätzen bringen. Für die Grabower, Mallisser und Dömitzer ist eine Woche später, der 20. Januar Stichtag. Genaue Standorte der Weihnachtsbaum-Abfuhr können den Abfallratgeber 2020 der ALP entnommen werden, der übrigens auch online unter www.kreis-lup einzusehen ist.

„Ab sechs Uhr des Folgetages sind dann unsere Mitarbeiter mit zwei Fahrzeugen unterwegs und sammeln ein“, so Steffen Grünwaldt, Leiter des Abfallbetriebes des Landkreises. Im vergangenen Jahr waren es 70 Tonnen, die so mit den ALP-Müllwagen abgeholt, vom Presswerk zerquetscht und dann auf verschiedene Kompostierungsanlagen des Kreises verteilt wurden. Seit 2017 bietet die ALP die Entsorgung an.

Egal welche Variante, Sterne, Kugeln und Lametta müssen wieder ab in die Kiste und auf den Dachboden. „Das hat in der Vergangenheit immer gut geklappt“, sagt Steffen Grünwaldt. Da wäre kein Heraussieben von Kleinteilen vonnöten.

Wie Sie ihr Bäumchen nun im Auto ohne Nadelhaufen zum jeweiligen Standort kriegen? Vielleicht aufs Dach schnallen, verhüllt in einer Decke im Kofferraum à la Christo oder die Nadeln einfach stoisch ertragen. Wie wäre es denn mit einem Spaziergang mit Baum statt Hund am Wochenende?

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen