Dömitz : Das hölzerne Ungeheuer erobert

Freuen sich über die Begeisterung der Kinder: Uwe Sander (Firma Witek), Marlies Stropp (Sparkassenfiliale Dömitz), Bürgermeister Helmut Bode sowie Reinhard Krökel-Freitag und Mandy Botzler (v.l.) vom Verein „Leben und Kultur“.
Freuen sich über die Begeisterung der Kinder: Uwe Sander (Firma Witek), Marlies Stropp (Sparkassenfiliale Dömitz), Bürgermeister Helmut Bode sowie Reinhard Krökel-Freitag und Mandy Botzler (v.l.) vom Verein „Leben und Kultur“.

Neuer Spielplatz in Dömitzer Altstadt lockt zum Klettern, Rutschen und Buddeln. Geld von Sponsoren und Städtebauförderung hilft.

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22. April 2018, 21:00 Uhr

Finley geht am liebsten auf den kleinen Kletterturm mit Rutsche. Der Dreijährige hat es nicht weit bis zum neuen Spielplatz in der Dömitzer Altstadt. Er wohnt mit seiner Familie ein paar Meter entfernt direkt am Deich. „Schön, dass der Spielplatz endlich fertig ist. Wir waren schon oft hier“, sagt Mama Vanessa Wegner. „Vielleicht hätten es noch ein paar Geräte mehr sein können, vor allem für die Größeren.“ Die 29-Jährige war mit Finley und dessen kleinem Bruder Vincent eher zufällig dabei, als der neue Spielplatz am Sonnabend offiziell übergeben wurde.

Dort, wo die Mädchen und Jungen jetzt klettern, rutschen und buddeln können, stand bis vor vier Jahren noch das einstige Amtsgericht. „Der Abriss des Gebäudes war damals eine meiner ersten Amtshandlungen“, erinnert sich Bürgermeister Helmut Bode. „Als Standort für den Spielplatz finde ich das Grundstück jetzt auch gut, weil das Areal gut einsehbar und ein bisschen unter Kontrolle ist und deshalb hoffentlich wirklich nur als Spielplatz genutzt wird.“ Das konnte man vom alten Spielplatz nicht sagen. „Dort lagen Bier- und Schnapsflaschen sowie die Hinterlassenschaften der Hunde herum“, so Bode.

Der neue Spielplatz hat rund 86 000 Euro gekostet. Neben Städtebaufördermitteln flossen auch Spenden von der Firma Witek, von der Sparkassenstiftung und vom Verein „Leben und Kultur“ Dömitz (Luk) in das Projekt. „Das Ergebnis zählt. Wir freuen uns, dass der neue Spielplatz da ist“, sagte Vereinsmitglied Reinhard Krökel-Freitag mit Blick auf die Verzögerungen und Diskussion im Vorfeld. Und Mandy Botzler ergänzt: „Er wird gut angenommen, manchmal sind die Plätze auf den Bänken schon knapp.“

Der Verein hat damit nach der Freilichtbühnenüberdachung sein zweites Großprojekt abgeschlossen. Jetzt ist man gerade am Überlegen, welches neue größere Projekt in Angriff genommen wird. Doch auch wenn das noch nicht feststeht, sammeln die Luk-Mitstreiter über ihre Aktivitäten weiter Spenden. Und da ist vor allem die Musiknacht ein Erfolgsgarant. „Am 7. Juli findet sie wieder statt, mit tollen Bands“, kündigte Mandy Botzler schon mal an.

Das Engagement von Luk schätzt auch Vanessa Wegner, die mit ihrer Familie vor knapp drei Jahren nach Dömitz zurückkehrte, wo sie selbst ihre Kindheit und Jugend verbracht hatte. „Die Initiative hat schon viel gemacht, um Leben nach Dömitz zu bekommen.“

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