Parchim : Entscheidung zum Mönchhof soll im Dezember fallen

Ein finaler Beschluss, wie der Mönchhof gestaltet werden soll, soll im Dezember gefasst werden.
Ein finaler Beschluss, wie der Mönchhof gestaltet werden soll, soll im Dezember gefasst werden.

Wasserspender, mehr Grün, weniger Versiegelung, mehr Fahrradservice: Pläne für die Umgestaltung finden positives Echo

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25. November 2020, 16:30 Uhr

Parchim | Breiter Konsens nach einer langen Debatte: Wenn sich die Stadtvertreter im Dezember zum wiederholten und hoffentlich letzten Mal mit den Plänen zur Umgestaltung des Mönchhofes beschäftigen, liegt ihnen eine eindeutige Beschlussempfehlung vor. Sowohl das Fachgremium für Stadtentwicklung als auch der Kultur- und Sozialausschuss sprechen sich mit deutlicher Mehrheit dafür aus, den in diesem Herbst noch einmal überarbeiteten Mönchhof-Plänen ihre Zustimmung zu geben.

Wenn das passiert und im kommenden Jahr wie erhofft mit der Umsetzung begonnen wird, dürfte der kleine, deutlich in die Jahre gekommene Platz zwischen Schule und Langer Straße ein Schatzkästchen werden. Der Knoten platzte auf der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses im Oktober. Dort wurden noch einmal alle Hinweise und Anregungen aus den Fraktionen und Ausschüssen, die seit Monaten aufploppten, gebündelt und an die mit der Planung beauftragte Arbeitsgemeinschaft Freier Architekten weitergegeben.

Offenen Diskurs geführt

„Ich empfand die Sitzung als sehr offenen Diskurs, ohne dass auf Positionen beharrt wurde“, schätzt Ausschussvorsitzender Andreas Scharfschwerdt (Unabhängige Bürger für Parchim) ein. Sein Wunsch, dass dieser Schwung sich auch in der Sitzung in dieser Woche fortsetzt, erfüllte sich. Für ihn persönlich stand beim Blick auf die überarbeitete Gestaltung fest: „Ich werde mich für diesen Entwurf stark machen.“ Steffi Pulz-Debler (Die Linke) vom Kultur- und Sozialausschuss schwärmt: „Ich war total froh, als ich den überarbeiteten Entwurf gesehen habe. Jetzt freue ich mich darauf, dass wir endlich starten können.“

2019 neu in die Stadtvertretung gewählte Mitglieder aus allen Fraktionen stellten seit Jahresbeginn die Pläne für die Mönchhofgestaltung auf den Prüfstand. Sie sprachen sich für mehr Grün, weniger Versiegelung, weniger Beton, zusätzliche Wasserspender, mehr Fahrradservice, mehr Aufenthaltsqualität durch zusätzliche Sitzmöglichkeiten und aus Kostengründen für eine nochmalige Reduzierung des Wasserspiels aus. Auf dem Platz entsteht eine Fahrradstation.

Die Integration eines quasi 24 Stunden am Tag zugänglichen Reparaturpoints ließ zwar vereinzelt Befürchtungen aufkommen, dass gerade ein solches Angebot dem Vandalismus oder Diebstahl zum Opfer fallen könnte. Kulturausschussvorsitzender Dr. Sebastian Langer (SPD) kann etwaige Sorgen entkräften: Er habe selbst mal bei einem Auslandsaufenthalt eine solche Servicestation in Anspruch genommen. Das funktioniere. Außerdem sei alles mit Stahlseilen gesichert.

Parchim wird langfristig profitieren

Alles in allem ist sich Dr. Langer sicher, Parchim werde langfristig profitieren, dass die Anregungen ernst genommen wurden. Dann legt er noch mal nach: „Einige regen sich zu Recht darüber auf, dass seit vier Jahren über den Mönchhof diskutiert wird. Aber wer die Schuld dafür den Stadtvertretern, die erst im letzten Jahr gewählt wurden, geben will, der hat im Mathematikunterricht nicht gut aufgepasst.“

Reiner Rolletschek arbeitet für die SPD-Fraktion als sachkundiger Einwohner im Stadtentwicklungsausschuss mit : „Mir gefällt der Entwurf sehr gut. Er passt zum gestalterischen Handbuch der Stadt. Je länger wir diskutieren, desto teurer wird es. Ich habe die Befürchtung, dass die Kulturmühle fertig ist und wir immer noch den Schandfleck haben.“ Diese Befürchtung könnte sich am 16. Dezember in Luft auflösen, wenn der finale Beschluss zu Stande kommt.

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