Parchim : Mutter startet Online-Petition für Kinderklinik

Asklepios-Klinik in Parchim
Asklepios-Klinik in Parchim

Internet-Kampf für den Erhalt: Mehr als 2500 Unterschriften hat Nastja Maria Lange binnen weniger Stunden zusammenbekommen

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28. Juli 2019, 20:00 Uhr

Die Kinderklinik in Parchim ist seit Pfingsten geschlossen. Eltern müssen sich im Ernstfall auf lange Fahrtzeiten bis zur nächsten medizinischen Versorgungsmöglichkeit einstellen. Nun regt sich auch Widerstand aus der Bevölkerung. „Wir befürchten nicht nur, dass das so bleibt, sondern auch, dass dadurch die Geburtshilfe und der Kreißsaal in Gefahr sind, ebenfalls geschlossen zu werden“, sagt Nastja Maria Lange. Sie hat gestern eine Online-Petition gestartet.

"Ich will ein Zeichen setzen"

„Wir brauchen 50 000 Stimmen innerhalb der nächsten vier Wochen“, so ihr Ziel. Die klare Forderung der jungen Mutter lautet: „Ich will ein Zeichen für den Erhalt dieses wichtigen medizinischen Anlaufpunktes setzen.“ Bislang hat sie mehr als 2500 Unterschriften binnen eines halben Tages zusammenbekommen.

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Bislang hat die Klinikleitung stets versichert, sich um eine Besetzung der frei gewordenen Stellen zu kümmern, doch aus der Klinik selbst gibt es andere Töne. Der leitende Arzt, der gegenüber unserer Zeitung die Miss-Stände beklagte, ist nun in einem Schweriner Klinikum angestellt. Er musste gehen.

Kranke Kinder werden nach Schwerin geschickt

Ersatz für ihn oder aber Nachbesetzungen für die anderen vakanten Stellen auf der Kinderstation sind bislang nicht in Sicht. Kranke Kinder werden nach Schwerin verwiesen. „Ich unterschreibe, weil ich will, dass Krankenhäuser nicht länger Rendite über Qualität stellen und die medizinische Versorgung in Deutschland endlich unabhängig von marktwirtschaftlichen Wettbewerb funktionieren muss“, erklärt André Pinnau.

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