Parchim : Schwein unsachgemäß getötet - Anzeige gegen Halter

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Verdeckte Aufnahmen einer Tierschutzorganisation sollen Verstoß in Schweinemastbetrieb in Parchim zeigen.

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23. Oktober 2019, 13:06 Uhr

Der Landkreis Ludwigslust-Parchim hat gegen einen Schweinemastbetrieb in der Region Anzeige wegen unsachgemäßer Tötung erstattet. Das sagte ein Sprecher des Landkreises am Mittwoch in Parchim.

Todeskampf dauert eine halbe Stunde

Anlass waren verdeckte Aufnahmen einer Tierschutzorganisation in dem Unternehmen, die am Dienstagabend in der ARD-Sendung „Report Mainz“ ausgestrahlt worden waren. Sie zeigten einen Mitarbeiter, wie er zunächst versuchte, ein krankes Schwein mit zahlreichen Schlägen mit einem Holzknüppel gegen den Kopf zu töten. Als das nicht gelang, nahm er ein Bolzenschussgerät zu Hilfe, das aber nur der Betäubung dient.

Vorgeschrieben ist nach Worten des Landkreis-Sprechers, nach der Betäubung das Schwein mit einem Kehlschnitt zu entbluten und so sicherzustellen, dass es tot ist. Dies sei jedoch nicht erfolgt. Dem Bericht zufolge dauerte der Todeskampf des Tieres eine halbe Stunde.

Mitarbeiter entlassen

Der Betriebsleiter erklärte in der Sendung, dass der betreffende Mitarbeiter bereits entlassen worden sei und der Vorfall im Unternehmen ausgewertet werde.

Die Anzeige gegen das Unternehmen wurde dem Landkreis-Sprecher zufolge nach Bekanntwerden der Aufnahmen Mitte Oktober erstattet. Es sei die einzige Anzeige des Landkreises in einem solchen Zusammenhang bisher in diesem Jahr. Der Landkreis ist mit rund einem Viertel aller in Mecklenburg-Vorpommern gehaltenen Schweine ein Zentrum der Tierzucht.

>> Hier geht es zum ausführlichen Bericht: Totschlag im Schweinestall: Anzeige wegen Tierquälerei gegen Zuchtbetrieb

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