Landkreis Ludwigslust-Parchim : Streik beendet: Busse fahren wieder

 
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VLP nimmt planmäßigen Fahrplan wieder auf, vereinzelte Verspätungen möglich

prignitzer.de von
23. Januar 2018, 10:49 Uhr

Der Warnstreik bei der Verkehrsgesellschaft Ludwigslust-Parchim (VLP) am Dienstagmorgen ist beendet. Das Unternehmen geht davon aus, dass im Laufe des Vormittags alle Busse im Landkreis Ludwigslust-Parchim und im Amt Neuhaus wieder weitestgehend planmäßig fahren. Es könne aber zu vereinzelten Verspätungen kommen, teilt das Unternehmen mit.

Die Gewerkschaft Verdi hatte ihre Mitglieder zum Streik aufgerufen. Grund sind nach Angaben der Gewerkschaft stockende Verhandlungen zum Tarifvertrag Nahverkehr MV. Verhandlungspartner der Gewerkschaft ist der Kommunale Arbeitgeberverband Mecklenburg-Vorpommern. „Die Beschäftigten des Nahverkehrs in Mecklenburg-Vorpommern liegen mit ihrem Lohn deutlich unter dem Niveau vergleichbarer Tarifgebiete“, so der Verdi-Nord-Verhandlungsführer, Karl-Heinz Pliete.

Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi haben sich rund 120 Busfahrer an dem Ausstand von Betriebsbeginn gegen vier Uhr am Morgen an bis gegen elf Uhr beteiligt. Die Verkehrsgesellschaft Ludwigslust-Parchim mbH (VLP) habe insgesamt rund 200 Beschäftigte. Während im Süden des Großkreises fast alle Busse in den Depots blieben, seien in der Region Sternberg ein paar mehr Busse gefahren, da es dort weniger Gewerkschafter unter den Busfahrern gebe.

Verdi fordert in den Tarifverhandlungen mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband ein Gehaltsplus von 180 Euro für ein Jahr für die rund 1600 Busfahrer und Mitarbeiter in den kommunalen Nahverkehrsgesellschaften. Die Arbeitgeber haben den Angaben zufolge Lohnsteigerungen von 2,2 Prozent zum 1. Januar 2018, mindestens jedoch 75 Euro, sowie noch einmal 2,5 Prozent mehr ab dem 1. Januar 2019 angeboten. Das ist aus Sicht der Gewerkschaft nicht ausreichend.

Die dritte Verhandlungsrunde am Mittwoch in Rostock soll erneut von Warnstreiks begleitet werden. Zur Arbeitsniederlegung wird der Gewerkschaft zufolge bei der Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) und bei der Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Greifswald (VVG) aufgerufen.

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