Parchim : Wie geht’s weiter mit dem Wolf?

Der Wolf hat sich  ausgebreitet.
Der Wolf hat sich ausgebreitet.

Redliche Debatte um die Wieder-Ansiedlung des Raubtieres in der Region.

prignitzer.de von
10. Februar 2019, 20:00 Uhr

Fast 50 Interessierte waren der Einladung des SPD-Ortsverbandes Parchim ins Gasthaus „Zum Heiligen Geisthof“ gefolgt, um über die aktuelle Situation rund um den Wolf in Mecklenburg zu diskutieren. Als Referentin war die umweltpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Landtag Mecklenburg-Vorpommerns, Elisabeth Aßmann, eingeladen und stand den Vertreterinnen und Vertretern aus Kommunalpolitik, Landwirtschaft, Umweltschutz, Forst und Jagd Rede und Antwort.

Großen Wert legt sie dabei auf einen fairen und engen Austausch: „Wir müssen alle zusammen einen Weg finden, wie der Umgang mit dem Wolf gelingen kann. Dabei spielt natürlich der Schutz der Nutztiere eine wichtige Rolle, der die Tierhalter aber vor eine große finanzielle Herausforderung stellt. Deswegen ist es so wichtig, dass zukünftig die vollen Kosten für die Investition in den Wolfsschutz übernommen werden“, so Aßmann.

Als weiterer Experte war Thomas Frost vor Ort, der selbst Wolfshunde züchtet und Wolfsführungen im Güstrower Natur und Umweltpark leitet. „Es wäre völlig falsch und nicht zielführend, den Wolf zum Abschuss freizugeben. Man greift in die Rudelstruktur ein und bekommt so gar keine Kontrolle mehr über die Population. Perfekt ausgebildete Herdenschutzhunde und sichere Zäune sind das A und O zum Schutz der Nutztiere“, betonte Frost während der Veranstaltung.

„Dies war eine der konstruktivsten Debatten zum Wolf, an denen ich in den letzten Jahren teilnehmen durfte“, fasste Elisabeth Aßmann den Abend zusammen. Die SPD-Parchim bleibt bei diesem wichtigen Thema am Ball und steht weiterhin für einen engen Austausch mit allen Beteiligten.

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