Ökofilmtour in Perleberg : Am Ende gab’s den Müllpokal

Gewonnen: Moritz bekommt von Clara Gramms und Franziska Mäker (l.) den Müllpokal für die 6c der Scholl-Schule.
Gewonnen: Moritz bekommt von Clara Gramms und Franziska Mäker (l.) den Müllpokal für die 6c der Scholl-Schule.

Perleberger Grundschulen testeten ihr Wissen in Fragen Recycling

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22. März 2020, 20:00 Uhr

Für die Fünft- und Sechsklässler der beiden Perleberger Grundschulen war es der letzte Höhepunkt vor dem Übergang ins heimische Klassenzimmer: die Ökofilmtour 2020.

Mythen um Tüten und ein Müll-Quiz

„Wir sind umringt von Verpackungen“, heißt es in dem Film „Mythen über Tüten - Die Wahrheit über Verpackungsmüll“, den sich die Jungen und Mädchen im Saal des Freizeitzentrums „Effi“ ansehen. Dabei verfolgen sie den Weg, den beispielsweise ein Joghurtbecher nimmt, wenn er im Gelben Sack landet, erfahren, dass in der Bundesrepublik jährlich 18 Millionen Tonnen Verpackungsmüll – pro Einwohner durchschnittlich 213 Kilogramm – anfallen. Sie erfahren auch, dass die alten Bundesländer einst im Müll versanken, bevor sie den Gelben Punkt und andere „Recyclingprojekte“ entwickelten. In der DDR hingegen gab es die Sekundärrohstoffwirtschaft, bei dem Flaschen, Gläser, Plaste, Papier und Schrott in den ökonomischen Kreislauf zurückgeführt wurden.

Danach gibt es ein Quiz in zwei Runden. Zunächst geht es um die Entsorgung von Müll in jedem Haushalt. Die Schüler müssen sich in der Gruppe entscheiden, in welche Tonne Windeln, Joghurtbecher oder Zigarettenkippen entsorgt werden. Um den Sieger zu ermitteln gibt es dann noch einige allgemeine Fragen zum Film, aber auch zum allgemeinen Umweltschutz.

Umdenken lernen

Christin Linse, Lehrerin an der Geschwister-Scholl-Grundschule begrüßt diese Veranstaltung. „In unserer Wegwerfgesellschaft ist ein Umdenken sehr sinnvoll, und das können sie hier lernen“, sagt sie. Diese Ökofilmtour sei eine sehr wichtige Ergänzung zum alljährlichen Müll-Parcours.

Ihren Schüler, die elfjährige Klara und dem zwölfjährigen Bennet, gefällt dieser außergewöhnliche Unterricht. „Wir haben sehr viel gelernt“, sind sich beide einig. „Jetzt weiß ich auch, warum meine Mutter immer schimpft, wenn ich die Tempo-Taschentücher falsch entsorge. Die gehören nämlich in den Restmüll“, sagt Klara lachend. Und Bennet fügt hinzu, dass er jetzt zu Hause auch verstärkt auf die Mülltrennung achten werde.

Wer ist der Gewinner?

Dann kommt der spannende Augenblick, die Auswertung ist abgeschlossen. Jessika Muhs vom Kreisjugendring, die das Projekt unterstützt, verkündet die Siegerklasse: „Der Müllpokal 2020 geht an die Klasse 6c der Geschwister-Scholl-Grundschule!“ Jubel bricht aus, und Moritz nimmt von Praktikantin Clara Gramms und Franziska Mäker, Erzieherin in Ausbildung, den Pokal entgegen. „Es hat mir sehr gut gefallen“ sagt er. „Und wir freuen uns, dass unsere Klasse den Pokal gewonnen hat.“ Aus seiner Sicht war der Vormittag im „Effi“ sehr informativ. „Auch wenn wir zu Hause schon den Müll trennen, werde ich jetzt noch genauer hinsehen“, ist er sich sicher.

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