Groß Gottschow : Aufstiegshilfe soll erhalten bleiben

Dorfgemeinschaft äußert Unverständnis über Mitbürger

prignitzer.de von
16. August 2019, 05:00 Uhr

„Die Gemeinde werde alles tun, um die Aufstiegshilfe am Dorfgemeinschaftshaus in Groß Gottschow zu erhalten“, so Bauamtsleiter Martin Nagel zu einer aufgebrachten Bürgerschaft. Bei dieser herrscht großes Entsetzen über die Forderung eines Einwohners. Eckhard Kaleschke hatte in der letzten Gemeindevertretersitzung die Sperrung gefordert. Aus seiner Sicht sei die Rampe nicht DIN-gerecht gebaut („Der Prignitzer“ berichtete).

Im Bauausschuss spricht Hans Engel in der Bürgerfragestunde an, was die meisten Groß Gottschower denken. „Wir können stolz sein, dass sich unsere Gemeinde dazu entschlossen hat, diese Rampe zu bauen.“ Seine Frau sitze im Rollstuhl. Wenn sie an Veranstaltungen teilnehmen wollte, hätten drei Mann sie die Treppen hochtragen müssen. „Das ist jetzt nicht mehr nötig.“ Engel spricht von seinen negativen Erfahrungen, die er und seine Frau überall machen müssen. „Ob beim Arzt in Perleberg, beim Einkaufen, in den Hotels – überall sind mindestens drei Stufen zu überwinden“, sagt Engel. Selbst in Sanssouci hätten Treppen einen Besuch behindert. „Und in unserem kleinen Dorf, wo wir jetzt einen entsprechenden Zugang haben, soll er abgerissen werden?“ Er bedauert, dass Kaleschke nicht gekommen sei. Dieser saß zu dieser Zeit im Ordnungsausschuss in Kletzke. „Bei dieser Forderung fehlen mir die Worte.“ Da müsse sich einer in Grund und Boden schämen, sagt Engel.

Bauausschussvorsitzender Andreas Wilde unterstützt Hans Engel: „Gemeindevertretung und Ortsvorsteher sind froh und dankbar, dass hier eine gute Lösung geschaffen wurde.“

Martin Nagel informiert die Bürger und die Ausschussmitglieder, dass Eckhard Kaleschke schriftlich durch die Bürgermeisterin über den Sachverhalt informiert wurde. In dem Schreiben heißt es unter anderem: „Die ,Aufstiegshilfe’ im Eingangsbereich des Gemeindehauses Groß Gottschow fällt nicht unter die DIN 18040-1.“

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