Bentwisch : Empört über Fällaktion

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15. August 2019, 09:00 Uhr

„Ich bin geschockt und empört über das, was bei uns auf dem Friedhof in Bentwisch geschehen ist.“ Mit diesen Worten wendet sich Inge Schramm über den „Prignitzer“ an die Öffentlichkeit. Die Bentwischerin ist der Meinung, dass „hier ein Frevel geschehen ist“.

Inge Schramm bezieht sich auf die 67 großen Fichten, die bis Ende letzter Woche den kirchlichen Dorffriedhof einfassten. Der Gemeindekirchenrat ließ sie fällen und gibt dafür seine Verkehrssicherungspflicht an (der „Prignitzer“ berichtete Dienstag und Mittwoch). Ein Teil der Bäume wäre laut Gordon Fähling als einem der Vorsitzenden des Gemeindekirchenrats vom Borkenkäfer befallen gewesen. Ob es so war, ist nicht belegbar. Das stellten Mitglieder der Baumschutzkommission am Montag fest, als sie sich bei einem Vor-Ort-Termin ein Bild von der Fällaktion in Bentwisch machten. Das Fällen war illegal, denn der Gemeindekirchenrat hat keine Genehmigung eingeholt.

Inge Schramm, die betont, keiner Partei anzugehören, erwartet, dass diejenigen aus der Kirchengemeinde, die diesen Schaden an der Natur verursachen ließen, schriftlich und öffentlich dazu Stellung nehmen. Mit den Fichten sei Lebensraum beispielsweise für Vögel verschwunden. Bäume seien Schattenspender. Überhaupt sei in Zeiten wie diesen mit Bäumen besonders sensibel umzugehen. Das hätte sie gerade auch von einem Kirchengemium erwartet. Inge Schramm schlägt vor, dass der Gemeindekirchenrat „das Geld aus dem zu erwartenden Verkauf der gefällten Bäume für Neupflanzungen verwendet“.

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