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Der Prignitzer

18. Dezember 2017 | 17:24 Uhr

Cumlosen : Großfeuer zerstört Mühle

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Fast 80 Kameraden aus neun Wehren kämpfen die ganze Nacht gegen die Flammen / Kripo ermittelt

von
erstellt am 07.Dez.2017 | 20:45 Uhr

Ein Großfeuer in der früheren Mühle am Ortseingang von Cumlosen hat den Einsatz von neun Wehren erfordert. 76 Kameraden bekämpften die Flammen, konnten ein Ausbreiten auf benachbarte Gebäude verhindern, die Mühle selbst wurde stark beschädigt. Das ist eine erste Bilanz des Einsatzleiters Steffen Bethke.

Am Donnerstagvormittag mussten die Cumlosener Kameraden Überstunden machen. Die Löscharbeiten hatten bis etwa 4 Uhr gedauert, dann übernahmen sie die Brandwache. „Mehrfach mussten wir nachlöschen“, sagte Wehrführer Gordon Fähling. Kaum waren sie gegen 10 Uhr in ihr Gerätehaus zurückgekehrt, bat die Kriminalpolizei um ihre Unterstützung. Spezialisten untersuchten das Gebäude, welches offenbar zum Verkauf steht. Mehrere Schilder eines Prignitzer Maklers legen das nahe.

Das Feuer muss sich rasend schnell ausgebreitet haben. Als Gemeindevertreter auf der Rückfahrt nach Wentdorf gegen 22.30 Uhr an der Mühle vorbei fuhren, war noch nichts Auffälliges zu bemerken. Die Alarmierung kam um 23.04 Uhr. „Wir trafen unmittelbar nach Wentdorf ein und das Gebäude stand in Vollbrand“, so Fähling.

Schnell war der Einsatzleitung klar: Ein Innenangriff ist unmöglich. „Deckenbalken und Förderschächte sind aus Holz, dann noch die leicht brennbare Dachpappe“, erklärte Bethke. Außerdem sei das hölzerne Treppenhaus bereits schwer beschädigt gewesen, ergänzte Fähling.

Ein Großteil der Amtswehren war im Einsatz: Lenzen, Ferbitz, Lanz, Cumlosen, Wentdorf, Motrich, Wootz, Kietz. „Es bestand aber keine Gefahr in den anderen Regionen, denn mit Rambow/Mellen, Mödlich oder Eldenburg hätten wir ausrücken können“, sagte Steffen Bethke. Außerdem seien Wootz und Kietz zeitig zurückbeordert worden, weil zu ihrer Ausrüstung Rettungsgeräte gehören. Großes Lob sprechen Bethke und Fähling den Wittenberger Kameraden aus. Sie kamen mit der Drehleiter und dem Löschfahrzeug.

Löschwasser war mit die größte Herausforderung während des Einsatzes. Fünf Wasserstrecken wurden aufgebaut, Schläuche zu den in der Nähe verlaufenen Gräben ausgerollt. Technisch und personell bewertet Steffen Bethke den Einsatz als gut. Es habe keine Probleme gegeben. Laut Polizei wird der Schaden auf 100 000 Euro geschätzt.

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