Feuerwehr : Karstädter Kameraden rückten 49 Mal aus

Im Januar 2019 konnten die Karstädter Kameraden mit massivem Löschangriff in der Pestalozzistraße das Ausbreiten des Feuers in einem Neubaublock verhindern.
Im Januar 2019 konnten die Karstädter Kameraden mit massivem Löschangriff in der Pestalozzistraße das Ausbreiten des Feuers in einem Neubaublock verhindern.

Ortswehrführer Torsten Starr der Freiwilligen Feuerwehr Karstädt zieht Bilanz für das Einsatzjahr 2019

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23. März 2020, 12:00 Uhr

Freitagabend im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Karstädt bleiben die Stühle leer. Eigentlich steht die Jahreshauptversammlung auf dem Plan. Doch in Zeiten des Corona-Virus wird diese bis auf Weiteres verschoben. Ortswehrführer Torsten Starr hat zusammen mit der Karstädterin Beate Mundt, Fachberaterin Öffentlichkeitsarbeit im Kreisfeuerwehrverband, trotzdem für den „Prignitzer“ eine Bilanz für das Einsatzjahr 2019 gezogen.

29 Brandeinsätze, 18 Hilfeleistungen

Insgesamt rückten die Karstädter Kameraden 49 Mal aus: 29 Brandeinsätze, 18 technische Hilfeleistungen und zwei Brandsicherheitswachen. „Es war ein relativ normales Jahr. Gott sei Dank hielten sich im vergangenen Jahr die Brände von Ackerflächen bei uns in Grenzen. Das war 2018 nicht so“, sagt Torsten Starr, der für seine aktiven Kameraden insgesamt fast 700 Einsatzstunden ausgerechnet hat.

Hervorzuheben ist der Einsatz im Januar in der Pestalozzistraße in Karstädt. Dort brannte es in der Küche einer Neubauwohnung. Mit massivem Löschangriff konnten die Brandschützer die Ausbreitung des Feuers verhindern. Im Mai folgten für die Kameraden teils sehr emotional belastende Einsätze. Unter anderen brannte in Laaslich eine Doppelhaushälfte. Trotz massiven Einsatzes mehrerer Feuerwehren war das Haus eines Laaslicher Kameraden nicht mehr zu retten. Am 8. Mai kollidierte ein Pkw auf der Ortsverbindung Sargleben und Pinnow mit einem Baum. Wie sich im Laufe des Einsatzes herausstellte, war es ein Kamerad der Sarglebener Feuerwehr, der bei diesem Unfall sein Leben verlor. Ein absolut belastender Einsatz.

2000 Dienst- und Ausbildungsstunden

Die Ortswehr hat 61 Mitglieder, davon 26 Aktive. Auch weiterhin werde der Mitgliedergewinnung größte Aufmerksamkeit geschenkt. Die Jugendwehr hat zehn Mitglieder. In der Alters- und Ehrenabteilung sind neun aktiv. Unter der Leitung von Petra Ziebart treffen sich regelmäßig 16 Kameradinnen, um ihr Wissen auszutauschen. Unterstützt wird die Ortswehr in der Tagesbereitschaft von Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung und dem Betriebshof, die Mitglied in anderen Ortswehren der Gemeinde sind.

Neben dem Einsatzgeschehen kommen für die Karstädter noch weit über 2000 Dienst- und Ausbildungsstunden hinzu. Um der Aufgabenvielfalt gerecht zu werden, treffen sie sich jeden zweiten Dienstag im Monat zur praxisorientierten Ausbildung. Eine Weiterbildung bei Lehrgängen auf Gemeinde-, Kreis- und Landesebene erfolgte ebenfalls. Derzeit ist das alles aus gegebenem Anlass auf Eis gelegt. Das Gerätehaus darf nur für Einsätze betreten werden, erklärt der Ortswehrführer und betont dabei, dass die Einsatzbereitschaft derzeit weiter uneingeschränkt besteht.

Ein Danke für den Einsatz

Torsten Starr wollte auf der Jahreshauptversammlung Danke sagen. Für das Engagement der Kameraden in ihrer Freizeit, in der sie sich für das Wohl und die Sicherheit anderer einsetzen – oft mit der Gefahr für das eigene Leben. Starr führt aus: „Das ist in keinster Weise selbstverständlich und auf das Allerhöchste anzurechnen. Solidarität zeichnet die Kameraden aus. Wir helfen, wo wir können und dafür danke ich allen.“

 

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