Prignitzer Wirtschaft feiert sich auf ihrem 8. Ball

<strong>Ludwig  Ulrich,</strong> Eric Teichert und Florian Kias vom Wittenberger Gymnasium erklären dem Ministerpräsidenten ihre Projekte für Jugend forscht.
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Ludwig Ulrich, Eric Teichert und Florian Kias vom Wittenberger Gymnasium erklären dem Ministerpräsidenten ihre Projekte für Jugend forscht.

prignitzer.de von
25. März 2012, 04:51 Uhr

Wittenberge | Rund 300 Gäste aus Wirtschaft und Politik genossen gestern Abend in entspannter Atmosphäre den 8. Prignitzer Unternehmerball im Kultur- und Festspielhaus Wittenberge. Im Beisein von Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) zeichneten die Veranstalter Landkreis, Wirtschaftsinitiative Westprignitz (WIW) und die Volks- und Raiffeisenbank in Zusammenarbeit mit der IHK sowie Kreishandwerkerschaft zwei Unternehmer des Jahres aus: Niederlassungsleiter Rainer Schmidt von der Eggers Umwelttechnik GmbH, Niederlassung Wittenberge sowie Hans Dedek und Ernst Hüffmeier von der Wolfshagener Draht- und Metallverarbeitung GmbH (WDM).

Die WDM zählt mit Sicherheit zu den agilsten und innovativsten Unternehmen im Landkreis: 1994 in Wolfshagen gegründet, kann das Werk auf eine 18-Jährige Erfolgsgeschichte zurückblicken. Sie ist geprägt von kontinuierlichen Erweiterungen. Allein in den vergangenen zehn Jahren wurden rund 15 Millionen Euro investiert. Das Werk produziert industrielle Spezialgitter. "Diese finden mit einer Exportquote von etwa 45 Prozent als Nischenprodukt europaweiten, stetig wachsenden Absatz", würdigt der Landkreis. Täglich werden von den 116 Mitarbeitern, darunter sieben Auszubildende, bis zu 25 000 punktgeschweißte Drahtgitter produziert.

Engagiert für den Elbeport

Grund für die Auszeichnung zum Unternehmer des Jahres sei neben dem wirtschaftlichen Erfolg das soziale Engagement des Unternehmens mit seinen beiden Geschäftsführern Hans Dedek und Ernst Hüffmeier. Über eine Frauenquote muss WDM weder nachdenken, noch ist dazu politischer Druck nötig: 20 Prozent der Beschäftigten in der Produktion sind Frauen.

Die GmbH habe gezielt geeignete Arbeitsplätze für Frauen eingerichtet und ein flexibles Arbeitszeitmodell eingeführt, so die Laudatio.

Doch damit nicht genug: Die jüngste Investition in eine neue Halle bringt Mitarbeitern verbesserte Arbeitsbedingungen, unter anderem durch kleine Hebebühnen zum Bewegen der Drahtfelder. Neben den modernen Umkleideräumen wurde in der Halle ein Sportraum mit Fitnessgeräten integriert. Für die Altersvorsorge erbringe die WDM zusätzliche freiwillige betriebliche Leistungen.

Bei all diesen Erfolgen sehen die Chefs Dedek und Hüffmeier keinen Grund, sich zurückzulehnen. Für künftige Betriebserweiterungen hat das Unternehmen bereits Land erworben - in enger Abstimmung mit Gemeinde und den Einwohnern. WDM zählt zu den engagierten Mitgliedern im Arbeitskreis "Schule und Wirtschaft" und im Projekt "Initiative Oberschule".

Seit Errichtung des Unternehmens 1992 hat Eggers mehr als 13 Millionen Euro in den Standort Wittenberge investiert und das gänzlich ohne Fördermittel, heißt es in der Laudatio. Spezialisiert auf Erd- und Tiefbau, Umwelttechnik und Baudienstleistungen hat die Firma mit ihrem Niederlassungsleiter Rainer Schmidt an mehren regionalen Großprojekten mitgewirkt. Als Referenzbeispiele nennt der Landkreis die Deponieabdeckung Zellstoff- und Zellwollewerke Wittenberge, Entsorgung des Ölmühgeländes, Rückbau der Abfalldeponie Wittenberge und diverse Hochwasserschutzarbeiten am Elbdeich.

Eine der jüngsten Unternehmensentscheidungen war die Beteiligung an der Elbeport GmbH. Mit 30 Prozent gehört Eggers neben der Buss-Group Hamburg und der Carl Robert Eckel mann AG zu den drei größten Gesellschaftern. Eggers hat 70 Beschäftigte. Seit 1998 bildet der Betrieb jährlich zwei Tiefbaufacharbeiter aus. Zudem gibt es eine enge Zusammenarbeit mit dem Gymnasium Wittenberge, engagiert sich das Unternehmen für die Sportvereine ESV und Veritas Wittenberge/Breese, beteiligt sich am Stadtfest und dem Wittenberger Weihnachtsmarkt.

Platzeck fühlt sich wohl

"Ich freue mich, auch in diesem Jahr wieder am Prignitzer Unternehmerball teilnehmen zu können", sagt Ministerpräsident Matthias Platzeck. "Ich besuche diese Veranstaltung regelmäßig und muss sagen, es ist wirklich ein Ball zum Wohlfühlen. Das liegt nicht nur am Veranstaltungsort, dem schönen Kultur- und Festspielhaus, sondern auch und vor allem an den Menschen, die sich dort treffen." Der Ball sei, so der Ministerpräsident, Spiegelbild dafür, "dass sich in der Prignitz eine Menge getan, der Standort weiter an Attraktivität gewonnen hat". "Dazu beigetragen haben die Menschen, die die Potenziale und Schönheiten der Prignitz erkannt haben und sich jährlich auf diesem Ball treffen, um sich in geselliger Runde auszutauschen und gemeinsam neue Ziele in der wirtschaftlichen Entwicklung auszuloten", so Platzeck.

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