zur Navigation springen

Dorfjubiläum Pinnow : Seifenkistenrennen wird Tradition

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Feuerwehr, Kulturverein Pröttlin und der Ortsbeirat organisierten diesen Wettbewerb inzwischen zum zweiten Mal

prignitzer.de von
erstellt am 19.Jun.2017 | 12:00 Uhr

„Wenn es ein 1. Seifenkistenrennen gibt, so muss es auch ein zweites geben“, sagt Marina Maaß, Vorsitzende des Kulturvereins Pröttlin, der neben dem Ortsbeirat und der Freiwilligen Feuerwehr Pinnow zu den Ausrichtern gehört. „Die Idee hatte Ortsvorsteher Benjamin Stech im vergangenen Jahr, als Pinnow sein 750-jähriges Dorfjubiläum feierte.“

Erst vor wenigen Jahren wurde die Verbindungsstraße zwischen Pinnow und Sargleben erneuert. Statt Buckelpflaster ist es nun Asphalt, hervorragend geeignet, um ein Seifenkistenrennen durchzuführen. Die Straße wurde gesperrt und etwa 300 Meter vom Ziel entfernt die Rampe, ein schräg gestellter Anhänger, aufgestellt. Die Stimmung ist toll. Noch stehen alle Seifenkisten am Zieleinlauf, wo sich auf dem Feuerwehrgelände zahlreiche Gäste eingefunden haben. Ganz aufgeregt sind der sechsjährige Malte aus Pinnow und seine Freundin Fiona (8) aus Seetz. „Freunde von uns haben die Seifenkiste für sich gekauft. Als sie dann ankam, mussten sie feststellen, dass sie für Erwachsene nicht geeignet ist“, sagt Maltes Mutter Tina Stech. „Also haben wir es gekauft.“ Beide nehmen erstmals an so einem Rennen teil und „sind ganz schön aufgeregt“, verrät Fiona. „Gestern haben wir viel geübt.“

„Insgesamt gehen 21 Teilnehmer in drei Startklassen – SK I: fünf bis zehn Jahre; SK II: elf bis 16 Jahre; SK III: 17 bis 99 Jahre) an den Start“, erzählt Benjamin Stech, der heute den Ablauf koordiniert. Bis zuletzt haben viele Teilnehmer noch gewerkelt und sich erst am Wettkampftag angemeldet. So auch der Titelverteidiger der Altersklasse II, Til Maaß (14), der sein früheres schwarzes Tretrad Nr. 25 mit seinem Vater in drei Tagen umbaute.

Als Andreas Krohn und Sebastian Pielach mit einem kleinen Trecker mit Anhänger zur Startrampe fahren, wächst die Aufregung unter den teilnehmern. Zuerst wird die blaue Rakete von Kilian Winter an den Start geschoben. Manuel Braun gibt das Startsignal und zügig rollte die blaue Rakete dem Ziel entgegen. 1,1022 Minuten ist die erste gemessene Zeit. Beim zweiten Start kann er diese Zeit noch leicht verbessern (1,0934 min). Am Ende Platz 4 in der Startklasse I. Nicht alle Teilnehmer kommen problemlos ins Ziel, so hat Sophie mit ihrer Kiste ein Problem mit der Lenkung, bei der sich ein Seil löste und Emilis „Fahrender Tisch“ hatte nach dem ersten Start eine Knallpanne. Dennoch haben alle ihren Spaß und Pinnow ein kleines Dorffest.

Sieger werden am Ende Kilian Martien (SK I, 0,5456 min), Mika Hübner (SK II, 1,127 min) und Daniel Meyer (SK III, 1,0245 min).

In Pinnow ist man sich einig, dass es unbedingt im kommenden Jahr eine dritte Auflage geben muss. „Wir wollen mit diesem Seifenkistenrennen eine Tradition entstehen lassen“, so Marina Maaß abschließend.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen