Spätschicht in Perleberg : Stadt macht eine Spätschicht

So sehen Sieger aus: V. l. Diana Stürzebecher, Claudia Frentzel und Jenny Porep.
So sehen Sieger aus: V. l. Diana Stürzebecher, Claudia Frentzel und Jenny Porep.

City Initiative holt zum zweiten Mal Sieg im Wettbewerb der IHK Potsdam in die Rolandstadt / 29. Juni: bis 24 Uhr steppt der Bär

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13. März 2018, 05:00 Uhr

So sehen Sieger aus: 1. Platz für die City Initiative Perleberg beim Wettbewerb der IHK Potsdam „Handel(n) für lebendige Innenstädte“. Abermals hat das Team von Händlern und Gewerbetreibenden der Rolandstadt die Herausforderung angenommen und wieder „gewonnen“, so Jenny Porep von Lieblingsstücke. Auch wenn sie bereits das zweite Mal die Nummer eins in der Kategorie Event waren, so recht realisiert haben sie es noch nicht, gestehen Diana Stürzebecher von William Optik und Claudia Frentzel, ihr gehört Kapitel 15. Denn die Konkurrenz war beachtlich, sowohl von der Teilnehmerzahl, 13 traten an, als auch was die Projekte betraf, berichtet Jenny Porep. Dafür steht, dass der dritte Platz zweimal vergeben wurde. Platz zwei und Perleberg war immer noch nicht dabei: „Jetzt wollten wir gewinnen“, beschreiben sie lachend, was ihnen durch den Kopf ging. Und sie haben gewonnen.

Übrigens, die zündende Projektidee anfangs von einer Nachtschicht hatte Claudia Frentzel. Wer hat aber noch Lust zwischen 2 und 5 Uhr durch die Stadt und ihre Läden zu bummeln? So wurde aus der Nachtschicht kurzerhand eine Spätschicht. Und während andere zu Moonlight- bzw. Candle-Light-Shopping und dergleichen einladen, organisieren die Händler und Gewerbetreibenden der Innenstadt ganz bodenständig eine Spätschicht, aber eine besondere. Und die wird am 29. Juni bis 24 Uhr gefahren, erfährt man von den drei engagierten Händlerinnen.

Während unter der Woche um 18 Uhr die Läden schließen, pulsiert an jenem Freitag das Leben in der Stadt – „das hoffen wir doch“, ergänzen sie. Die Arbeit dafür beginnt jetzt, denn die ganze Stadt, ihre kleinen und großen Bewohner und natürlich die Händler, Gewerbetreibenden und Gastronomen sollen mit eingebunden werden.

„Die Kinder in den Schulen und Kitas wollen wir aufrufen, weiße Lampions kreativ zu gestalten.“ Diese werden zu langen Ketten zusammengefügt und die Spätschicht in ein ganz besonderes Licht gesetzt. „Gleichso bitten wir alle Bewohner der Innenstadt ihre Hauseingänge anheimelnd herauszuputzen“, ergänzen die drei. Teelichter in Weckgläsern oder was auch immer, den Ideen sind keine Grenzen gesetzt und die tollsten werden auch prämiert.

Mit Glockenschlag 18 Uhr beginnt das Rennen am 29. Juni, und das kann man wörtlich nehmen. Denn vom Wandrahmen aus startet ein großes Entenrennen. Die Quietschestatisten wird es zuvor in den Geschäften zu kaufen geben. Übrigens, den Siegern winken lukrative Preise. Anschließend wird gebummelt, durch die Stadt und ihre Geschäfte. Letztere werden sich für die besondere Spätschicht auch was ganz Besonderes einfallen lassen, wie Blumenkränze binden oder vielleicht stricken unterm Sternenhimmel. Leckereien to go and to stay bzw. eine mobile Cocktailbar und Straßenmusikanten werden für ein entsprechendes Flair sorgen. Spannung versprechen spezielle Führungen durch die Stadt bzw. für den Nachwuchs zu abendlicher Stunde durch den Hagen. Für Jugendliche habe man bereits einen Graffiti-Experten, der sie zu einem Workshop erwartet, im Museum wird es eine Überraschungsaktion geben. Und während die Eltern durch die Geschäfte schlendern, kann sich der Nachwuchs beim Open Air Kino köstlich amüsieren – so die Idee.

5000 Euro gab es als Siegerprämie und das Geld ist voll für dieses abendliche Spektakel eingeplant. „Wir mussten siegen, denn anders wäre so ein Projekt nicht zu stemmen“, gesteht Jenny Porep, die in diesem Zusammenhang die super Unterstützung von Siw Foge und Martin Wietusch von der Stadt betont.

Übrigens, das nächste Projekt spukt bereits in den Köpfen des Projektteams. Mit Blick auf den 780. Geburtstag der Stadt 2019 will man natürlich was Standesgemäßes auf die Beine stellen. Ein Stadtfest in Eigenregie wäre aber eine Nummer zu groß. „Wir bringen uns mit ein, leisten unseren Beitrag, versprochen“, so die drei Frauen.

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