Kita Bad Wilsnack : Vulkanausbruch in der Kita

Die Kinder der Bärchengruppe bestaunen mit Erzieherin Steffi Gebert den selbstgebastelten Vulkan
Die Kinder der Bärchengruppe bestaunen mit Erzieherin Steffi Gebert den selbstgebastelten Vulkan

Dinosaurier-Wochen in der Kita „Sonnenschein“ in Bad Wilsnack

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14. Februar 2020, 12:00 Uhr

„Was gibt es alles für Dinos?“, fragt Erzieherin Michaela Dahse ihre Kita-Kinder in der Morgenrunde. Nacheinander zählen die Drei- bis Fünfjährigen auf: „Fleischfresser, Flugsaurier, Langhalsdinos“. „Gibt es denn Dinos noch?“, fragt sie und erhält prompt die Antwort: „Nein, die sind ausgestorben und alle tot.“

Gemeinsam mit ihrer Kollegin Steffi Gebert und engagierten Eltern hat Michaela Dahse in der „Bärchengruppe“ der Kita „Sonnenschein“ in Bad Wilsnack die Dinosaurier-Tage ausgerufen. Seit zwei Wochen lernen die Kinder alles rund um die prähistorischen Riesenechsen.

Dazu Dahse: „Wir haben gedacht, das Thema ist gerade so aktuell bei den Kindern, da machen wir was zu“. So hätten die Erzieherinnen schließlich aufgegriffen, worüber sich die Kinder schon länger ausgetauscht hätten.

Im Raum stehen so mittlerweile Spielzeug-Saurier, bunte Schattenbilder hängen an den Wänden und auch eine kleine Bibliothek an Saurier-Büchern hat sich angesammelt. „Vieles davon haben die Eltern mitgebracht. Die sind auch voll dabei“, erzählt Dahse, die mittlerweile fast alle Saurier bei ihrem lateinischen Namen kennt. „Ein Kind hat sogar Dino-Toilettenpapier mitgebracht.“

Der Höhepunkt bislang ist aber der Vulkan. An drei Tagen haben die Erzieherinnen mit den Kinder zwei Vulkane gebaut. Dafür haben sie einen Luftballon mit Gipsbinden und Küchenpapier umwickelt, einen Vulkanberg geformt und diesen schließlich angemalt. Zwei stattliche Miniaturvulkane sind dabei entstanden.

Nun sollte der Vulkan ausbrechen. Dafür nimmt die ehemalige Erzieherin Jessica Baum, deren Kind nun selbst in die Kita geht, Cola, Spülmittel und Kaubonbons in die Hand und schüttet alles nacheinander in den Schlot des Vulkans. Das führt nach wenigen Sekunden zur erwünschten Reaktion und unter dem ausgelassenen Jubel der Kinder ergießt sich eine braune, klebrige Flüssigkeit über den Miniaturberghang.

Nicht nur soll den Kleinen auf diese Weise vor Augen geführt werden, was die Ursache für das Aussterben der Urzeittiere vor 66 Millionen Jahren gewesen sein könnte. Die Übung stärkt zugleich auch den Bildungsbereich „Experimentieren“ an der Kita.

Weil sie in den letzten Tagen regelmäßig von den Kindern gefragt würde, ob heute wieder die Dinos dran seien, erzählt Michaela Dahse, hätte sie mit ihrer Kollegin Steffi Gebert entschieden, noch ein paar weitere Tage mit Dino-Unternehmungen zu füllen. Fossilien aus Salzteig wollen sie mit den Kindern noch backen und kleine Saurierfiguren im Sandkasten verbuddeln, welche die Kinder als Archäologen dann wieder zutage fördern dürfen.

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