Schiffbau in Rostock : Maschinen-Modul für „Aidacosma“ verlässt Neptun-Werft

Das sogenannte Floating Engine Room Unit (FERU) für die „Aidacosma“ ist 140 Meter lang und wird in den nächsten Tagen via den Nord-Ostsee-Kanal zur Meyer Werft in Papenburg überführt. Dort befindet sich die „Aidacosma“ im Bau.
Das sogenannte Floating Engine Room Unit (FERU) für die „Aidacosma“ ist 140 Meter lang und wird in den nächsten Tagen via den Nord-Ostsee-Kanal zur Meyer Werft in Papenburg überführt. Dort befindet sich die „Aidacosma“ im Bau.

Das Floating Engine Room Unit ist 140 Meter lang und wird via Nord-Ostsee-Kanal zur Meyer Werft in Papenburg überführt.

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24. Februar 2020, 13:36 Uhr

Rostock | Ein neu gebautes Maschineraum-Modul hat am Montag zum ersten Mal in 2020 die Neptun-Werft in Warnemünde verlassen. Das sogenannte Floating Engine Room Unit (FERU) für die „Aidacosma“ ist 140 Meter lang und wird in den nächsten Tagen via den Nord-Ostsee-Kanal zur Meyer Werft in Papenburg überführt. Dort befindet sich die „Aidacosma“ im Bau.

Mitte Oktober war auf der Neptun-Werft das zweite Schiff der Helios-Klasse für Aida Cruises auf Kiel gelegt worden. Das Feru ist mit Dual-Fuel-Schiffsmotoren des Rostocker Motorenherstellers Caterpillar und Spezialtanks für Flüssiggas (LNG) ausgerüstet. Das umweltfreundliche Antriebskonzept hat sich auf der ebenfalls auf der Meyer Werft gebauten „Aidanova“ bewährt und wird stetig weiterentwickelt. Die 337 Meter langen und 42 Meter breiten Helios-Schiffe besitzen ca. 2600 Kabinen und sind mit rund 183.900 Bruttoraumzahl (BRZ) vermessen.

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Umstieg auf LNG-Antrieb gelungen

Die Neptun-Werft sowie die Meyer Werft und Meyer Turku sind weltweit die ersten Schiffbauunternehmen, die die anspruchsvolle LNG-Technologie für Kreuzfahrtschiffe realisieren. „Uns ist es in Zusammenarbeit mit den Werften und mit unseren Lieferanten gelungen, erfolgreich den umweltfreundlichen LNG-Antrieb einzuführen“, betont Manfred Ossevorth, Geschäftsführer der Neptun-Werft.

Neben der weiteren Steigerung der Produktivität steht die Neptun-Werft 2020 vor der Herausforderung, neue bis zu 180 Meter lange Feru-Prototypen zu fertigen.
Thomas Mandt
Neben der weiteren Steigerung der Produktivität steht die Neptun-Werft 2020 vor der Herausforderung, neue bis zu 180 Meter lange Feru-Prototypen zu fertigen.


Das Warnemünder Schiffbauunternehmen fertigt für die auf der Meyer Werft und bei Meyer Turku entstehenden Kreuzfahrtschiffe die vollständig ausgerüsteten Maschinenraum-Module. Neben der weiteren Steigerung der Produktivität steht die Neptun-Werft 2020 vor der Herausforderung, neue bis zu 180 Meter lange Feru-Prototypen zu fertigen.

Im Überblick: Aktuelle Aufträge

Die Neptun-Werft hat bisher 14 Ferus gefertigt. Gegenwärtig entstehen in Warnemünde das Maschinenraum-Modul für ein Kreuzfahrtschiff sowie weitere Flusskreuzfahrtschiffe. Die Meyer-Gruppe bearbeitet derzeit 16 Aufträge für Hochsee-Kreuzfahrtschiffe, 14 davon werden mit einem LNG-Antrieb ausgerüstet.

Um die Aufgaben zu bewältigen, sind 2019 auf der Neptun-Werft zusätzlich 100 Jobs geschaffen worden. Die Mitarbeiterzahl stieg auf mehr als 700 an. Auch künftig werden in der Fertigung unter anderem Maschinenbauer, Schweißer und Rohrschlosser und in der Logistik Transport- und Kranführer sowie Elektriker gesucht: www.meyercareer.com

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