Schotterpiste im Wald

Die Schotterpiste in den Benziner Tannen volker bohlmann
Die Schotterpiste in den Benziner Tannen volker bohlmann

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29. Juni 2010, 11:09 Uhr

Benzin/Rehna | Der abgeschlossene Bau einer Schotterpiste durch die Benziner Tannen sorgt derzeit für Gesprächsstoff. Dass die sauber planierte Piste den Anschein von einer so genannten Raubbaustraße anlog derer in den tropischen Regenwäldern erweckt, finden einige Bürger Besorgnis erregend. Zumal die Benziner Tannen ein beliebtes Ausflugsziel für Bürger aus den umliegenden Orten sind. Zuletzt fand das Thema während der Stadtvertretersitzung von Rehna Beachtung.

"Alles hat seine Ordnung", sagt Peter Rabe vom zuständigen Forstamt in Gostorf: "Es handelt sich um einen genehmigten Forstwegebau im Verlauf eines bestehenden Waldweges." Dass zum Einsatz kommende Material unterliege einer ständigen Kontrolle und dürfe letztlich nur von zertifizierten Fachfirmen für solch sensible Bereiche verbaut werden. "Die Bürger können beruhigt sein. Es handelt sich um geprüftes Recycling", so Rabe weiter. Das Umweltamt des Nordwestkreises genehmigte im Vorfeld das Ausbringen der fein zerkleinerten Baumaterialien im Waldgebiet östlich der Radegast, so Pressesprecherin Petra Rappen auf Anfrage der SVZ.

Solch eine Genehmigung sei eine Grundvoraussetzung, meint Rabe. Er gehe davon aus, dass der Weg in wenigen Monaten zuwächst. Bei dem Projekt in den Benziner Tannen handele es sich um ein Vorhaben eines privaten Waldbesitzers, der ohne die Befestigung des Untergrundes die notwendigen Pflegearbeiten nicht ausführen kann. Dazu gehört das Fällen zahlreichen Eschen, die in teilweise unwegsamen Feuchtgebieten des Waldes wachsen.

Der zuständige Revierförster Roland Fass verweist auf diesen Bestand und die Notwendigkeit von Pflegemaßnahmen, da die Eschen analog wie im Gadebuscher Stadtwald von einem Pilz befallen sind.

Grundsätzlich müsse aber der Erholungswert eines Waldes erhalten bleiben, so Peter Rabe. Davon seien Privatwälder nicht ausgenommen, betont der Forstamtsleiter: "Entsprechend unserer Verfassung unterliegen Erholung und Bewirtschaftung klaren Regelungen."

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