Sternberg : Der Ton macht nicht nur die Musik

In fröhlicher Runde führte Heike Pilz (vorn rechts) in die Geheimnisse der Ton- und Töpferkunst ein. Fotos: Traudel Leske
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In fröhlicher Runde führte Heike Pilz (vorn rechts) in die Geheimnisse der Ton- und Töpferkunst ein. Fotos: Traudel Leske

Im Archäologischen Freilichtmuseum in Groß Raden fand gestern ein zusätzlicher Workshop „Töpfern mit Tonerde“ statt

prignitzer.de von
13. Januar 2018, 14:00 Uhr

Aus der unteren Etage des Haupthauses vom Archäologischen Freilichtmuseum in Groß Raden dringen gestern fröhliches Frauenlachen und Geschnatter. In einem der Räume haben es sich fünf Frauen um Museumspädagogin Heike Pilz bequem gemacht. Es sind die 37-jährige Büro-Managerin Cindy Seegert aus Sternberg, die 54-jährige Bürofrau Martina Burow aus Groß Raden, die 65-jährige Erzieherin Ingeborg Schnieders und die 47-jährige Kommunalbeamtin Melanie Schwan, letztere beide aus Dabel, sowie Ina Seidel, 35, aus Sternberg. Der Tisch ist vollgepackt mit verschiedenen Werkzeugen und Tonerde. Sie alle sind hierher gekommen, um gemeinsam einen besonders interessanten Tag in fröhlicher Runde zu erleben. Sprich: Sie haben sich für einen Workshop, das Töpfern, angemeldet. Die meisten von ihnen sind Neulinge auf diesem Gebiet. Doch zwei von ihnen, Ingeborg Schnieders und Melanie Schwan, haben schon Bekanntschaft mit dem Werkstoff Ton gemacht. Sie sind es deshalb auch, die mit eigenen Ideen angereist sind, was unter ihren Händen entstehen soll. Für die anderen steht das Erlernen der Grundlagen auf dem Programm. „Sie sollen erstmal ein Gefühl für den Ton bekommen und zunächst mit der Ringwulst-Technik bekannt gemacht werden“, so Heike Pilz. „Der Aufbau erfolgt per Hand. Danach folgen das Glätten und das Verzieren mit einem slawischen Stempel. Die fertigen Stücke werden entweder im Museums-Brennofen oder zu Hause getrocknet.“ Und so entstehen in mehrstündiger Arbeit erstmal verschiedene Gefäße.

Ingeborg Schnieders wagt sich schon an schwerere Figuren heran. Sie gestaltet eine Eule. Melanie Schwan gestaltet „kleine Piepmätze“. Sie hat auch schon für den Tierschutzverein viel getöpfert, wie Fressnäpfe und Baumschmuck, was sie dann auf den Adventsmarkt verkaufte. „Beide finden ihre kreative künstlerische Arbeit äußerst entspannend. „Eine tolle Atmosphäre ist das hier“, erzählen sie begeistert. Und alle anderen pflichten ihnen bei.

Mit einer ganz anderen Aufgabe beschäftigt sich Martina Burow. Sie arbeitet, wie sie erzählt, mit Heike Pilz an einem Bienenprojekt. Und so gestaltet sie Behausungen für Wildbienen aus alten Tonresten, die dann in die Büume gehängt werden. „Vor dem Museumsgebäude gibt es eine sogenannte Pflanzengesellschaft ,Trockenrasen’“, sagt sie. „Deshalb baten wir alle Anrainer, hier das Mähen zu unterlassen“, so Martina Burow. „Jetzt sollen noch andere Behausungen aus alten, hohlen Bäumen folgen, an deren Gestaltung die Museumsmitarbeiter beteiligt sind.“ Sie wartet jetzt auf den angekündigten Biologen aus dem Naturpark, der die Wildbienenfauna in ihrer Vielfalt untersuchen soll.

Der Workshop Töpfern wurde zusätzlich ins Programm aufgenommen. Wer weitere Wünsche hat, kann sich gern im Freilichtmuseum Groß Raden melden

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