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Serientäter geschnappt : Wachsames Auge: Tankbetrüger im Gegenverkehr erkannt

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Einem 43-jährigem Mann aus dem Nordwestkreis werden seit April bisher 18 Fälle zugeschrieben. Tatorte in Westmecklenburg bis zum Raum Güstrow.

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erstellt am 23.Okt.2017 | 20:55 Uhr

Da ist der Wismarer Polizei offenbar ein Serientäter ins Netz gegangen. Nach einer internen Fahndung durch das Kriminalkommissariat Wismar am 19. Oktober erkannten Polizisten des Autobahn- und Verkehrspolizeireviers Metelsdorf noch am gleichen Tag einen Tankbetrüger im Gegenverkehr wieder. Gegen 15.15 Uhr sahen die Beamten – auf der B 192 in Richtung A20-Auffahrt Zurow unterwegs – im Gegenverkehr einen schwarzen Opel Zafira, erklärte Polizeisprecherin Nancy Schönenberg, die den Fall gestern öffentlich machte.

Nur wenige Stunden vorher hatte das Wismarer Kriminalkommissariat einen Hinweis an die Reviere herausgegeben, wonach solch ein Fahrzeug in Verbindung mit mehrfachem Tankbetrug und Kennzeichendiebstählen stehe. Auch der Fahrzeugführer passte zur Personenbeschreibung, so dass sie kurzerhand wendeten und den Pkw in Höhe des Abzweigs nach Klein Warin stoppten. Dass sie den richtigen Riecher hatten, zeigte sich beim Blick in den Kofferraum: Hier befanden sich gleich mehrere Kraftstoffkanister sowie einige Kennzeichentafeln aus Bad Doberan und Schwerin. Letztere waren allesamt zur Fahndung ausgeschrieben. Zudem wurden im Auto ein Schlagring, Waffen, darunter eine Pumpgun mit Schreckschussfunktion, und andere Waffenteile vorgefunden.

Auf dem Grundstück des 43-Jährigen aus dem Nordwestkreis entdeckten die Polizisten dann weitere Kennzeichentafeln sowie einen Anhänger, bei dem ein Eigentumsnachweis nicht erbracht werden konnte. Sämtliche Kennzeichen, die Benzinkanister und auch der Anhänger wurden sichergestellt. Gleiches gilt für die Waffen.

Das Kriminalkommissariat Wismar konnte bislang 18 Fälle von Tankbetrug und Kennzeichendiebstahl mit dem 43-Jährigen in Zusammenhang bringen. Die Taten ereigneten sich „seit April in den Bereichen Güstrow, Ludwigslust-Parchim, Schwerin und hier in NWM“, so Schönenberg gegenüber SVZ. Ob weitere Tankbetrüge auf das Konto des Mannes gehen, sei noch offen. „Ein Zusammenhang zu den Kennzeichendiebstählen in Rehna besteht nach bisherigen Erkenntnissen nicht“, betonte die Polizeisprecherin. Allein im Oktober musste die Polizei hier bisher bereits 15 Fälle aufnehmen.

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