Ärger wegen verwaister Gärten in Schwerin : Kleingärtner streiten mit Kreisvorstand

Die Kleingartenvereins-Vorsitzenden Lutz Milewski und Nicolas Schlegel (r.) wollen die Sonderumlage hinterfragen.
Die Kleingartenvereins-Vorsitzenden Lutz Milewski und Nicolas Schlegel (r.) wollen die Sonderumlage hinterfragen.

Der Streit um die Finanzierung des Rückbaus leer stehender Kleingarten-Parzellen geht in die nächste Runde.

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25. November 2020, 17:23 Uhr

Schwerin | Der Streit um die Finanzierung des Rückbaus leer stehender Kleingarten-Parzellen geht in die nächste Runde. Nachdem die Stadt gedroht hatte, den Pachtzins zu erhöhen, falls sich die Kleingartenvereine nicht zur Hälfte an den Kosten beteiligen würden, hatte der Vorsitzende des Kreisverbandes, Wolfram Görs, dagegen gehalten, dass es nicht möglich sei, eine Sonderumlage einzuführen. Diese Aussage wiederum bringt gleich mehrere Kleingartenvereine auf die Palme. Denn für den Abriss der Anlage "Achter de Wisch" sei bereits ein Solidarzuschlag eingeführt worden, berichtet Nicolas Schlegel, Vorsitzender der Anlage "Erholung".

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Höherer Mitgliedsbeitrag und Sonderumlage

"Besorgt und zugleich verwundet habe ich die Äußerungen des Vorsitzenden des Kreisverbandes Schwerin in der SVZ gelesen", erklärt Lutz Milewski, Vorsitzender der Kleingartenvereins Finkenkamp. Ende 2019 sei auf einer Informationsveranstaltung des Kreisverbandes der Gartenfreunde. interessierten Vereinsvorsitzenden mitgeteilt worden, dass die Kosten für Rechtstreitigkeiten und Rückbauforderungen explodiert seien und deshalb auf der Mitgliederversammlung am 29. Februar eine Erhöhung des Mitgliedsbeitrages um zehn Euro unausweichlich sei und zusätzlich zur Sanierung der Finanzen eine Sonderumlage in Höhe von 12,50 Euro nötig ist. Diese wurden nach kontroversen Diskussionen verabschiedet und die Rechnungen an die Vereine gestellt. "Nach den Aussagen von Herrn Görs in der SVZ frage mich nun, ob ich die Zahlung juristisch prüfen muss", so Milewski. Die Sicherheit, die die Verabschiedung des Kleingartenentwicklungskonzepts und der Entschädigungsrichtlinie für die Zukunft des Kleingartenwesen grundsätzlich biete, sei nicht mehr da.

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