Leezen : Maler halten Stadtansichten fest

Die Köhlbrandbrücke in Hamburg hat Ulrich Lüben als Motiv für ein Bild gewählt, das eine Hauswand auf seiner Terrasse in Panstorf schmückt. Lüben hat viele Jahre in der Hansestadt gelebt.
Die Köhlbrandbrücke in Hamburg hat Ulrich Lüben als Motiv für ein Bild gewählt, das eine Hauswand auf seiner Terrasse in Panstorf schmückt. Lüben hat viele Jahre in der Hansestadt gelebt.

Am 4. Juli startet Kunstaktion auf dem Parkplatz am Schlosscafé: Bilder sollen später versteigert werden

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23. Juni 2015, 23:48 Uhr

Zum Malen selbst kommt Ulrich Lüben in diesen Tagen weniger. Er muss sich mit organisatorischen Dingen befassen. Denn am 4. Juli findet ab 10 Uhr auf dem Parkplatz am Schlosscafé in Leezen eine Kunstaktion statt, die der Panstorfer initiiert hat. Maler aus Norddeutschland sollen an dem Sonnabend ihre Heimatstädte auf Leinwände malen, die Bilder werden später für einen guten Zweck versteigert.

Um die 15 Anmeldungen liegen vor, so Lüben. Der 70-Jährige, selbst Kunstmaler, wird sowohl professionelle Maler als auch Freizeitmalern begrüßen können. Julia Marquardt aus Schwerin, Yvonne Püsching aus Zittow, Martina Kriedel aus Zapel bei Hagenow sowie Anne Weiss und Klaus Lindemann aus Neubukow wollen kommen, ebenso Marion Stender aus Webelsfelde bei Mühlen Eichsen. Nicht wenige der Maler wohnen auf dem Lande, haben aber eine Beziehung zu einer Stadt in ihrer Nähe, erläutert Ulrich Lüben.

Bis auf Staffelei und Pinsel wird den Malern für diese Aktion alles andere gestellt. Dazu gehören Leinwand und Acrylfarben. Acrylfarben deshalb, weil diese schneller trocknen als Ölfarben. Die Kommunen der teilnehmenden Maler wurden im Vorfeld gebeten, je 100 Euro zu spenden. Davon soll ein Teil des benötigten Materials gekauft werden. Allerdings sei das Echo darauf sehr verhalten gewesen, ist Lüben schon etwas enttäuscht. Er sei froh, dass er noch andere Unterstützer gefunden hat – Farben und Getränke für die Künstler stehen so bereit.

Zur Malaktion in Leezen seien Zuschauer gern willkommen, informiert der Panstorfer. Sie können den Akteuren zuschauen. Sollte es an dem Tag regnen, werde es eine Ausweichmöglichkeit geben. Dann werde natürlich drinnen gemalt, so Lüben.

Die fertigen Bilder bleiben vorerst in Obhut des Organisatoren. „Es wäre doch schön, wenn wir diese Bilder auch in einigen Kommunen ausstellen könnten“, meint er. Danach sollen sie dann öffentlich versteigert werden. Wie das konkret vonstatten gehen kann, müsse noch geklärt werden. Fest steht hingegen, dass die Erlöse guten Zwecken zugute kommen soll – etwa für die Betreuung von Senioren oder Behinderten, blickt Lüben voraus.

Die Idee mit der Malaktion sei ihm vor geraumer Zeit gekommen. Ursprünglich wollte Ulrich Lüben das größte Bild der Welt malen. „Aber es gibt schon große Bilder, sehr große sogar. Einige sind Kilometer lang.“ Daraus entstand dann der Gedanke mit der Kunstaktion. So will der 70-Jährige das kulturelle und historische Interesse in der eigenen Region befördern.

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