Lübz : Betrunkener Autofahrer rast durch Lübz

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Am nächsten Tag waren noch Spurrillen sowie Trümmerteilen auf dem Feld am Ende der Ahornstraße zu erkennen.
Am nächsten Tag waren noch Spurrillen sowie Trümmerteilen auf dem Feld am Ende der Ahornstraße zu erkennen.

1,27 Promille: Polizeibekannter aus der Region kommt nach 600 Metern auf einem Acker zum Stehen

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11. Oktober 2018, 20:00 Uhr

Filmreife Szenen in den ersten Stunden des Donnerstag mitten in Lübz: Ein alkoholisierter Autofahrer flüchtet zwei Kilometer vor der Polizei und rast im Schnapsrausch 600 Meter auf einen Acker. Dann greifen die Beamten zu.

Die Streifenwagenbesatzung hatte offenbar den richtigen Riecher, als ihr um 1.50 Uhr ein Auto auf der B 191 entgegenkam. Die Beamten wollten den Fahrer kontrollieren, wendeten und erreichten den Wagen auf Höhe der Elde-Brücke, als dessen Fahrer kräftig aufs Gaspedal trat.

Nach einer Verfolgungsfahrt durch die Stadt raste der Flüchtende in Höhe des Ahornweges jedoch geradeaus über die Landesstraße 17 in Richtung Gischow und fuhr auf einem angrenzenden Feld weiter. Die Streifenwagenbesatzung folgte dem flüchtigen Auto und konnte den Fahrer nach rund 600 Metern schließlich auf dem Acker stellen. Wie sich bei der Kontrolle herausstellte, handelte es sich bei dem Flüchtigen um einen 35-jährigen Mann aus der Region. Der Mann wies einen Atemalkoholwert von 1,27 Promille auf. Er ist der Polizei wegen anderer Delikte in der Vergangenheit bereits bekannt.

Die Polizei stellte den Führerschein des Fahrers sicher und brachte ihn zur Blutprobenentnahme. Zudem wurde gegen den Mann Anzeige wegen Trunkenheit im Straßenverkehr erstattet.

Am Donnerstagvormittag gegen 11 Uhr klopfte der Autofahrer an die Tür eines Landwirtes in der Lübzer Ahornstraße. Er fragte, ob dieser seinen Mercedes aus dem Feld ziehen würde. Der Bauer war hilfsbereit und fuhr seinen Radlader aus dem Hof. Mit dem schweren Gerät zog er das lädierte Auto aus dem Feld. Der Wagen war noch fahrtauglich, obwohl Trümmerteile und Flüssigkeit auf dem Acker verteilt sind. Der Autofahrer verschwieg dem Landwirt, warum sein Wagen 600 Meter weit in einem Feld feststeckte. Der Helfer war erschrocken, als er später den Grund erfuhr.

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