Landratskandidat der CDU : Glaser: „Wir wollen den Landkreis rocken“

Riesenfreude über das Top-Ergebnis: Klaus-Michael Glaser (r.) und CDU-Kreisvorsitzender Wolfgang Waldmüller
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Riesenfreude über das Top-Ergebnis: Klaus-Michael Glaser (r.) und CDU-Kreisvorsitzender Wolfgang Waldmüller

CDU-Mitgliederversammlung Ludwigslust-Parchim wählt Klaus-Michael Glaser aus Pinnow mit 99 Prozent zum Landratskandidaten

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19. Januar 2018, 20:45 Uhr

Es ist vollbracht: Mit den Stimmen der Mitgliederversammlung hob die Kreis-CDU Ludwigslust-Parchim am Freitagabend Klaus-Michael Glaser auf den Kandidaten-Schild. Rekordergebnis: 99 Prozent der Mitglieder stimmten für Glaser. Der 58-jährige Pinnower tritt bei der Landratswahl am 27. Mai gegen Stefan Sternberg von der SPD an. Zuvor hatte Glaser das einstimmige Votum des CDU-Kreisvorstandes bekommen.

Der Kandidat arbeitet als langjähriger Referent des Städte- und Gemeindetages und legte in seiner mitreißenden Bewerbungsrede Wert darauf, nicht die Seiten zu wechseln: „Seit 20 Jahren kenne ich den Landkreis und seine Städte und Gemeinden mit allen Schwächen und Stärken. Ich fühle mich nach so langer Zeit als Berater unserer Kommunen auch verpflichtet, noch mehr Verantwortung für sie zu übernehmen.“

Glaser betonte bei seiner von starkem Applaus begleiteten Vorstellung im Landhotel Spornitz, wie wichtig die kommunale Zusammenarbeit von Gemeinden und Kreis sei. Der Volljurist („Verwaltung muss man können.“) plädiert auch für einen vernünftigen Umgang mit den Gemeinden: „Der Landkreis ist laut Grundgesetz ein Gemeindeverband, von dem Dienstleistungen erwartet werden können.“

Das bedeute vor allem: moderate Kreisumlage und gute Infrastruktur für den ländlichen Raum. Der CDU-Kandidat spielte die kommunale Karte: „Als Landrat werde ich der Kümmerer für unsere Heimatgemeinden und ihre Bürger bleiben. Ich bleibe ein Mitglied der kommunalen Familie – mit anderen, teilweise sogar besseren Einwirkungsmöglichkeiten.“ Glaser kämpferisch: „Ich kann Landrat und ich will Landrat.“ Vollends aus dem Häuschen gerieten die Delegierten, als ihr Kandidat ankündigte: „Wir wollen gemeinsam den Landkreis rocken.“

Klaus-Michael Glaser lädt alle demokratischen Fraktionen im Kreistag zur Zusammenarbeit ein und hofft, dass kleinere Parteien seine Wahl unterstützen.

Glaser wohnt in Pinnow, ist in Nenndorf bei Hamburg groß geworden: „Meine Mutter ist in Mecklenburg aufgewachsen und so bin ich bereits als Vierjähriger das erste Mal hier gewesen. Ich erinnere mich auch gerne an einen Besuch mit meiner Oma in einem Café in Ludwigslust in der Schlossstraße. Das war 1981. Und auch die Wiedervereinigung habe ich mit Freunden in Zarrentin gefeiert. Da wusste ich allerdings noch nicht, dass es mich nur drei Monate später hierher verschlagen würde.“

Mittlerweile lebt Klaus-Michael Glaser seit mehr als 20 Jahren mit seiner Frau und dem jetzt 13-jährigen Sohn in Mecklenburg: „Die Pinnower haben schnell gemerkt, dass ich mehr hierher als in die Großstadt gehöre. Sie haben mich sogar zum Vorsitzenden ihres Kultur- und Heimatvereins gemacht.“ Das Politische lag in der Familie. Der Vater war Landtagsabgeordneter, Glaser trat früh in die Junge Union ein, die Jugendorganisation der CDU.

Seine Rolle als Mediator – also Streitschlichter – könnte auf dem Landratsposten nützlich sein. Glaser sieht sich als jemanden, der zuhören könne: „Das ist auch in der Kreispolitik nicht falsch.“ Ein Treppenwitz der Geschichte ist, dass der Kandidat schon einmal erster Mann im Landkreis Ludwigslust-Parchim war, nämlich als Kreiswahlleiter bei der Gründung des Großkreises 2011.

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