Lübz : Hier tanzen jetzt die Puppen

Da kommt Freude auf: Erbauer, Puppenspieler, Mitarbeiter des Mehrgenerationenhauses und Kooperationspartner bei der Übergabe der mobilen Puppenbühne.
Da kommt Freude auf: Erbauer, Puppenspieler, Mitarbeiter des Mehrgenerationenhauses und Kooperationspartner bei der Übergabe der mobilen Puppenbühne.

Thema der Woche: Ferien in der Region – Selbst gebaute Bühne steht künftig allen Besuchern des Mehrgenerationenhauses offen

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20. Februar 2020, 05:00 Uhr

Kaum zu glauben: Temperaturen um die zehn Grad Celsius und kein Schnee – Winterferien 2020 in Mecklenburg-Vorpommern. Trotzdem müssen sich Ferienkinder nicht langweilen. In der Region gibt es zahlreiche Ferienangebote, einige von ihnen stellt die SVZ in dieser Woche vor. Heute: Im Lübzer Mehrgenerationenhaus kann man nun sogar die Puppen tanzen lassen.

„Was ist denn hier los?“, staunten Rylaisa (9), Maximilian (7), Jasmin (8) und ihre elfjährige Schwester Laura am Mittwochvormittag nicht schlecht: Im Eingangsbereich des Lübzer Mehrgenerationenhauses stand wie von Zauberhand errichtet eine Puppenbühne mit allem Drum und Dran. Sie gehört jetzt zum festen Inventar der Einrichtung des Jugendfördervereins Parchim/Lübz.

Erbaut wurde die mobile Puppenbühne, die im Sommer auch unter freiem Himmel zum Einsatz kommen kann, von Teilnehmern eines Projektes beim gemeinnützigen Bildungsdienstleister Arcum Südwestmecklenburg. Die Männer und Frauen haben sich mit ihrem Projektleiter René Sanguinette die Bühnenkonstruktion selbst ausgedacht, das Holz bearbeitet und zusammengezimmert, alles schön bemalt, die Handpuppen gebaut sowie eingekleidet und sogar ein eigenes Theaterstück geschrieben. Die Story über „Das verschwundene Geschenk“ zu Omas 80. Geburtstag gipfelt natürlich in einem Happy End für alle. Schon am Nachmittag nach der offiziellen Übergabe durfte die Puppenbühne zum ersten Mal im Mehrgenerationenhaus zum Einsatz kommen. Sie wird künftig für kleine und große Puppenspieler frei zugänglich sein. Denn die Handpuppen können auch prima über erwachsene Hände gestreift werden. Kersten Buchholz war hin und weg, als sie die liebevoll gestalteten Figuren zum ersten Mal sah: „Es war Liebe auf den ersten Blick“, gesteht die Theater ambitionierte Jugendsozialarbeiterin im Mehrgenerationenhaus. Kasper, Teufel, Wachtmeister Schmidt, Oma Hilde, Drache, Pferd – insgesamt zwölf Puppen – tragen die unverwechselbare Handschrift von Birgit Serve, einer gelernten Schneiderin. Die Goldbergerin fand in dem Projekt für Langzeitarbeitslose ein halbes Jahr lang eine Tätigkeit, die ihr großen Spaß bereitete und viel Bestätigung brachte. Birgit Serve hat sich vorgenommen, „ihre“ Puppen hin und wieder mal im Mehrgenerationenhaus zu besuchen und zu schauen, wie es ihnen geht. Mitunter kann es aber passieren, dass Kasperle & Co zu den Kooperationsschulen des Mehrgenerationenhauses ausgeflogen sind. Steffi Tesch, Schulsozialarbeiterin der Lübzer Förderschule, und ihre Kollegin an der Regionalen Schule Goldberg, Bärbel Stenzel, haben die sympathisch gestalteten Figuren und die Bühne bereits inspiziert. An der Förderschule ist das Darstellende Spiel sogar ein eigenes Unterrichtsfach.

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