Fahrbericht : Suzuki Swift fährt auch mit Automatik recht munter

Der Swift mit 1.0-Boosterjet-Motor ist bis zu 195 km/h schnell.
Der Swift mit 1.0-Boosterjet-Motor ist bis zu 195 km/h schnell.

prignitzer.de von
16. Dezember 2017, 16:00 Uhr

Der Suzuki Swift zeigt im Heer der Kleinwagen einen eigenständigen Charakter, ist erschwinglich und fährt sich ausgesprochen agil. Seit Mai ist die sechste Generation auf dem Markt, wieder in flotten Design, unverkennbar Swift, aber reifer und gefälliger als die Vorgänger.

Wir haben die in dieser Klasse eher ungewöhnliche Version mit Automatik getestet und festgestellt, dass der Swift seine Sportlichkeit hier keineswegs einbüßt. Das liegt auch an dem einzig kombinierbaren Motor 1.0 Boosterjet, ein Dreizylinder-Turbobenziner, der 111 PS freisetzt. Das kräftige Motörchen hat keine Mühe mit dem erleichterten neuen Swift, der in dieser Variante nur 940 Kilo wiegt. Schon bei niedrigen Touren entwickelt der Boosterjet munteren Schub, dreht freudig hoch und klingt dabei recht kernig. Bei weniger temperamentvoller Fahrt bleibt er akustisch im Hintergrund. Die Automatik verlangt sensiblen Umgang mit dem Gaspedal, weil sie sonst recht früh und manchmal ungewollt in untere Gänge wechselt. Wer mag, kann die Gänge mittels Wippen am unten abgeflachten Sportlenkrad wählen, das macht Laune auf einer einsamen und kurvenreichen Landstraße. Trotz aller Quirligkeit bleibt der neue Swift jederzeit gut beherrschbar, dank eines Fahrwerks, das straff, aber ausreichend komfortabel abgestimmt ist. Erfreulich ist der Umgang des Swift 1.0 Boosterjet mit dem Kraftstoff, unser Testdurchschnitt von 5,5 Litern ist absolut akzeptabel.

Im 3,84 Meter kurzen Swift hat Suzuki mehr Platz für Passagiere und Gepäck geschaffen. Das Kofferraum ist auf 265 Liter gewachsen. Bei vorgeklappten Rücksitz-Lehnen stehen 947 Liter zur Verfügung, leider mit Stufe im Boden und hoher Ladekante. Im Innenraum herrscht Sachlichkeit. Es gibt reichlich ungeschäumten Kunststoff, aber ansehnlich gestaltet. Das Infotainment mit großen Touchscreen ist gut zu steuern, wenn man sich an die fummelig kleinen Bedienfelder gewöhnt hat. Der neue Swift ist technisch gereift und bietet Assistenz für Notbremsung, Spur halten, automatisches Auf- und Abblenden des Fernlichts sowie einen Tempomaten, der automtisch Abstand hält. Alles war in unserem Comfort+Line-Testwagen an Bord. Das kostet zwar 20 140 Euro, damit ist aber bereits fast die komplette Optionsliste abgedeckt.

Suzuki Swift 1.0 Boosterjet Automatik

5-türiger, 5-sitziger Kleinwagen, Länge/ Breite/Höhe/Radstand: 3,84 m/1,74 m/ 1,48 m/2,45 m, Kofferraum: 265 - 947 Liter.

1,0-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner mit 6-Gang-Automatik, 82 kW/112 PS bei 5500 U/min, max. Drehmoment: 170 Nm bei 2000 U/min, 0-100 km/h in 10,6 Sek., Höchstgeschwindigkeit 195 km/h, Normverbrauch: 4,6 l/100 km, 104 g CO2/km, EU6. - ab 20 140 Euro für Testwagen in Comfort+-Ausstattung u.a. mit Klimaautomatik, Fensterheber vorn und hinten elektrisch, Tempomat, Sitzheizung vorn, Fahrersitz höhenverstellbar, Rücksitzlehne 60:40 umklappbar, Lederlenkrad höhen- und längsverstellbar mit Schaltwippen, DAB-Radio, Navi, Smartphone-Anbindung, Bluetooth, USB, Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung,Start-Stopp, Außenspiegel beheizbar, LED-Scheinwerfer, Fernlichtassistent, Nebelscheinwerfer, LED-Tagfahrlicht, 16"-Alufelgen, aktive Bremsunterstützung, Spurwarner, Rückfahrkamera, Seitenairbags vorn, Vorhangairbags vorn und hinten). Basisbenziner mit 90 PS ab 13 790 Euro.

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