KI-Nacktbildgenerator : Mit "DeepNude" Frauen virtuell ausziehen: App nach Empörung offline

Eine App, die Frauenporträts in Aktbilder verwandelt, ist nach Ansicht vieler einfach nur 'pervers'.
Eine App, die Frauenporträts in Aktbilder verwandelt, ist nach Ansicht vieler einfach nur "pervers".

Nach einem Shitstorm haben die Entwickler der App "DeepNude" ihren virtuellen Nacktbild-Generator aus dem Netz genommen.

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29. Juni 2019, 14:02 Uhr

Talinn | Nach einem Sturm der Entrüstung im Internet haben die Macher einer App zur virtuellen Entkleidung von Frauen diese abgeschaltet. Die Entwickler, die ihren Standort in Estland angaben, erklärten im Kurzbotschaftendienst Twitter, sie hätten die Nachfrage nach der App "DeepNude" bei weitem unterschätzt.

"Wir hätten niemals gedacht, dass sich das so verbreiten würde und wir nicht mehr in der Lage sind, den Datenfluss zu kontrollieren", hieß es von den Machern der App weiter. Trotz Sicherheitsmaßnahmen sei das Risiko eines Missbrauchs bei insgesamt rund 500.000 Nutzern zu groß. "Wir wollen auf diese Weise kein Geld machen", erklärten die Entwickler.

"Die Welt ist noch nicht bereit dafür"

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Sie hatten "DeepNude" vor einigen Monaten gestartet und dabei auf die sogenannte Deepfake-Technologie zurückgegriffen, bei der täuschend echte Bilder erzeugt werden. In Artikeln in der "Washington Post", "Vice" und anderen Medien wurde gezeigt, wie die App dazu verwendet werden kann, ein Foto von einer bekleideten Frau aufzunehmen und dieses in ein Nacktbild umzuwandeln.

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Eine männliche App-Version existierte nicht.

Schutz vor Rache-Pornografie

"Dies ist eine entsetzlich zerstörerische Erfindung, und wir hoffen, dass Ihr bald die Konsequenzen für Euer Handeln zu spüren bekommt", twitterte die Gruppe Cyber Civil Rights Initiative (CCRI), die sich für den Schutz vor sogenannter Rache-Pornografie einsetzt.

Die Jura-Professorin und CCRI-Vorsitzende Mary Anne Franks twitterte, es sei gut, dass die App abgeschaltet worden sei, aber die Begründung ergebe keinen Sinn. Die App sei darauf ausgerichtet gewesen, den "grotesken sexuellen Fantasien armseliger Männer" zu dienen. Kritiker befürchten überdies, dass einige Versionen der Software weiter verfügbar sein könnten.

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