Rügen : Raucher setzt Seebrücke in Sellin in Brand

Die malerische Seebrücke von Sellin auf der Insel Rügen hat am Mittwochabend erneut gebrannt. (Archivbild)
1 von 2

Die malerische Seebrücke von Sellin auf der Insel Rügen hat am Mittwochabend erneut gebrannt. (Archivbild)

Die Seebrücken laden an der Ostsee viele Gäste zu einem Spaziergang ein. Wenn Raucher nicht aufpassen, kann das gefährlich für die Wahrzeichen werden. Nun hat es erneut auf einer Seebrücke gebrannt - im Ostseebad Sellin.

Avatar_prignitzer von
28. Mai 2020, 07:46 Uhr

Ein unachtsamer Raucher hat einen Brand auf einer Seebrücke in Vorpommern verursacht. Wie ein Polizeisprecher am Donnerstag erklärte, brach das Feuer am Mittwochabend auf der Seebrücke Sellin aus, wo es auch ein Restaurant gibt. Die Flammen beschädigten das Geländer und einen Teil der Elektroinstallation auf der mit 390 Metern längsten Seebrücke auf Rügen. Die Feuerwehr musste ausrücken und den Brand löschen. Vermutlich war eine Kippe nicht komplett ausgedrückt und durch Wind wieder entzündet worden. Der Schaden wird auf mehrere tausend Euro geschätzt. 

Brand der Seebrücke in Heringsdorf 2018

Es war nicht der erste fahrlässig verursachte Brand auf einer Seebrücke an der Ostsee. So hatten Unbekannte im Herbst 2018 vermutlich fahrlässig ein Feuer am Kopfende der längsten Seebrücke Deutschlands in Heringsdorf auf der Nachbarinsel Usedom verursacht. Damals waren etliche Bohlen der Brücke und die Verkleidung eines Restaurants beschädigt worden.

Glück im Unglück: Ein Wachmann hatte das Feuer kurz nach Mitternacht vom Land aus bemerkt und löschen können, so dass noch größerer Schaden vermieden werden konnte. Der Schaden wurde auf mehrere Tausend Euro geschätzt. Die Heringsdorfer Seebrücke ist mit 508 Metern die längste ihrer Art in Deutschland. Ihr Vorgänger - die Kaiser-Wilhelm-Brücke - war 1957 von einem Feuer vernichtet worden.

In Sellin hatte es bereits 2012 ein Feuer auf der Brücke durch eine glimmende Zigarette gegeben. Auch damals musste die Feuerwehr ausrücken und Schlimmeres verhindern.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen