Autonomer Bus : Selbstfahrend durch Wusterhausen

Der selbstfahrende Kleinbus Easy Mile ez10 schafft auf der Teststrecke 25 Kilometer je Stunde.
Der selbstfahrende Kleinbus Easy Mile ez10 schafft auf der Teststrecke 25 Kilometer je Stunde.

Der erste autonome Bus in Brandenburg verbindet den Stadtkern mit dem Bahnhof

prignitzer.de von
12. Juli 2019, 05:00 Uhr

Wusterhausen Der erste selbstfahrende Bus Brandenburgs ist am Donnerstag in Wusterhausen (Ostprignitz-Ruppin) auf seine Teststrecke geschickt worden. Offiziell soll der weiße Kleinbus nach Angaben der Regionalentwicklungsgesellschaft Nordbrandenburg am Montag die ersten Haltestellen der Stadt anfahren. Er hat sechs Sitzplätze und kann 25 Kilometer pro Stunde fahren.

Busfahrer überwacht das System

Im selbstfahrenden Elektrobus sitzt noch ein speziell geschulter Busfahrer, der das System überwacht. Er kann den Bus auch per Hand steuern, sollte sich auf der programmierten Route ein Hindernis befinden - etwa ein parkendes Auto. Damit der Bus das selbst erkennt, sind am Fahrzeug Sensoren angebracht.

In einer ersten Phase fährt der Kleinbus nach Angaben des Infrastruktur-Ministeriums auf einer Strecke, die den Stadtkern mit dem Bahnhof und einem Supermarkt verbindet. Später swerden auch eine Siedlung am Rande der Stadt und ein Campingplatz angefahren. Bis Mitte 2020 wird untersucht, wie automatisierter Verkehr in ländlichen Regionen funktioniert. Gefördert wird das Projekt vom Bund mit 1,54 Millionen Euro. Neben der Regionalentwicklungsgesellschaft sind die Ostprignitz-Ruppiner Verkehrsgesellschaft und die Technischen Universitäten Berlin und Dresden beteiligt.

Geschwindigkeit soll langsam erhöht werden

Der Kleinbus verkehrt abgestimmt auf die Fahrpläne der Regionalbahn, der Regio-Busse, von Plusbus und mehrerer Buslinien.

Die Geschwindigkeit des Kleinbusses soll im Laufe des Probebetriebs nach und nach erhöht werden. Zunächst sind höchstens15 Kilometer pro Stunde zugelassen, später soll das Fahrzeug bis zu 25 Kilometer pro Stunde unterwegs sein. Der Bus fährt zu Beginn des Testbetriebs sieben bzw.zwölf Haltestellen an. In einer späteren Erweiterung der Strecke sollen ein Wohngebiet im Norden von Wusterhausen uund ein Campingplatz einbezogen werden. Die Zahl der Haltestellen steigt dann auf 19. Bislang gab es in Wusterhausen sieben Haltestellen. Die Wege zu den Haltestellen verkürzen sich, was für ältere und mobilitätseingeschränkte Personen ein Zugewinn sein dürfte. .

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen